Am Café Seepark in Horstmar ist der Zaun versetzt worden. © Goldstein
Horstmarer See

Lünen öffnet Zaun zum Strand am Café Seepark: Baden ist nicht erwünscht

Der Zaun um den Horstmarer See ist teilweise versetzt worden: Am Café Seepark können Besucher in den Sand und ans Wasser. Einer ging baden, musste aber raus. Ein Strandbad soll dort nicht sein.

Die Öffnung der Außengastronomie nach der Corona-Zwangspause bietet auch dem Café Seepark in Horstmar neue Möglichkeiten. Bedienung auf der Terrasse für Menschen mit Test, Impfpass oder Corona-Bescheinigung ist aufgrund der gesunkenen Inzidenzahlen wieder erlaubt. Doch der Zaun direkt vor den Gästen war Café-Betreiber Okay Sen ein Dorn im Auge. „Man fühlt sich ja wie eingezäunt“, sagt er.

Die Stadt hatte das Gitter in diesem Jahr erneut errichtet, damit in Zeiten der Pandemie weniger Besucher kommen. Denn die Verwaltung hat nicht genug Personal, um im Seepark die erforderlichen Kontrollen durchzuführen. Der Weg zum Café sollte aber trotz Zaun frei bleiben.

Laut Mietvertrag reiche die Verkaufsfläche bis zum Strand, sagt Okay Sen. Der Zaun habe das verhindert und die Besucher eingeengt. Daher habe er die Stadt um die Versetzung gebeten. „Die Leute brauchen doch ein bisschen Luft um sich herum“, findet er.

Zugang zum Sand nur über das Café

Das habe die Stadt nach einem Ortstermin am Freitag (21.5.) möglich gemacht, bestätigt Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage der Redaktion. Die Zäune seien entsprechend umgesetzt worden. „Die Verwaltung hat ein Interesse daran, die gerade neu eröffnete Gastronomie im Seepark zu unterstützen“, so Spangardt.

Zugang zu dem Sandstrand am See haben Gäste jetzt allerdings nur über das Café unter der Bedingung, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Prompt war einer im Neoprenanzug schon baden. „Ich habe ihn gebeten, wieder rauszukommen“, sagt Sen. Denn zum Badestrand soll der Bereich nicht werden. Obwohl das grundsätzlich möglich sei. Denn die Stadt hat in diesem Jahr kein Badeverbot für den See ausgesprochen, so Stadtsprecher Benedikt Spangardt. Dennoch sei Baden nicht erwünscht. Okay Sen müsse Maßnahmen treffen, die deutlich machten, dass hier nicht gebadet werden soll, heißt es seitens der Stadt.

Auch in diesem Jahr ist der Zugang zum See mit einem Zaun abgesperrt. Eine Ausnahme ist am Café Seepark.
Auch in diesem Jahr ist der Zugang zum See mit einem Zaun abgesperrt. Eine Ausnahme ist am Café Seepark. © Goldstein (A) © Goldstein (A)

Schnelltest-Station ab nächster Woche

Wohl aber dürfen Familien mit Kindern dort sitzen und spielen. Sie müssten dafür auch nichts vom Café verzehren, erklärt Sen. Damit auch die Corona-Regeln einfacher eingehalten werden können, will Sen in der kommenden Woche an seinem Café eine Schnelltest-Station einrichten. „Ich will niemanden ausschließen. Wer kommt, kann sich testen lassen“, sagt er.

Bisher sei der Zuspruch auf der Terrasse bedingt durch das Regenwetter eher bescheiden gewesen. Doch Sen hofft auf das Wochenende. Dann soll es besser werden. Das verspricht mehr Gäste im Außenbereich. Und wenn die Teststation da ist, muss auch niemand mehr umkehren. „Wir versuchen, alle Auflagen einzuhalten.“

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Redaktion Lünen
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