Der Angeklagte wird noch bis November auf das Urteil warten müssen. © Martin von Braunschweig
Prozess

Lüner (18) starb nach Drogendosis: Polizei soll noch mal nachermitteln

Der Prozess um den Drogentod eines 18-Jährigen in Brambauer wird noch mindestens bis Mitte November dauern. Der Grund dafür liegt bei der Polizei.

Eigentlich hatten sich alle Beteiligten im Dortmunder Landgericht am Mittwoch (29.9.) auf das psychiatrische Gutachten und die anschließenden Plädoyers eingerichtet. Doch der Vater des gestorbenen Jugendlichen machte diese Pläne zunichte.

Er präsentierte dem Gericht das Mobiltelefon seines Sohnes, auf dem sich noch heute alle Nachrichtenverläufe jener tragischen Nacht im Februar 2019 befinden. Die Polizei hatte das Telefon zwar seinerzeit sichergestellt. Eine Auswertung der Daten gibt es aber bis zum heutigen Tag nicht.

Telefon nicht ausgewertet

„Ich brauchte nur die PIN und zwei Klicks und schon konnte ich alles lesen“, sagte der Vater des Verstorbenen den Richtern. Und die PIN habe er sogar von der Polizei erhalten.

Aus den Nachrichten ergibt sich, dass der 18-Jährige bis tief in die Nacht vor seinem Tod mit Freunden kommunizierte. Und auch der Kauf der Drogen beim Angeklagten soll sich wohl rekonstruieren lassen. Name und Nummer des geständigen Dealers sind jedenfalls auf dem Gerät gespeichert.

Standorte könnten interessant sein

Die Richter wollen nun, dass die Polizei alle relevanten Daten auswertet – darunter auch die möglichen Standorte des Telefons in dieser Nacht. Weil dafür mehrere Wochen veranschlagt werden, wurde als möglicher Urteilstermin jetzt schon der 18. November festgelegt.

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