Durch Betrug und Diebstahl versuchte ein Lüner an Geld zu kommen. Jetzt stand er vor Gericht. © picture alliance/dpa
Amtsgericht

29-jähriger Lüner in Geldnot: Problem löste er durch Betrug und Diebstahl

Das Portemonnaie war leer, Geld und Essen benötigte ein Lüner trotzdem. Das beschaffte sich der 29-Jährige durch Betrug und Diebstahl. Vor Gericht zeigte er sich geläutert.

Ein Mann mit bewegter Vergangenheit ist der 29-jährige Lüner. Weil er kein Geld hat, versuchte er es mit Betrug und Diebstahl. Jetzt stand er vor Gericht und präsentierte sich nun allerdings geläutert.

Rückblende: Im Spätsommer 2019 bot der Lüner über eBay eine Soundbox an, erhielt 150 Euro vom Käufer und lieferte nichts. Ende Januar vergangenen Jahres dann der zweite Zwischenfall: Im Supermarkt wurde er dabei erwischt, als er Lebensmittel im Wert von 6,49 Euro im Rucksack verschwinden ließ. Danach wurde er verhaftet und verbrachte lehrreiche Monate im Gefängnis.

18 Einträge im Strafregister

Im November stand der Mann mit 18 Einträgen im Strafregister wegen dieser Taten vor dem Amtsgericht. Den Diebstahl räumte er unumwunden ein, bei dem Betrug erklärte er, er habe die Ware verschicken wollen, habe dazu aber keine Möglichkeit mehr gehabt, weil ihn seine Freundin vor die Tür gesetzt habe. Da in dem Punkt ein Freispruch im Raum stand, wurde das Verfahren ausgesetzt und nun mit der Aussage der Freundin neu aufgerollt. Sie gab an, er sei die ganze Zeit bei ihr gewesen sei. Damit fiel seine Einlassung in sich zusammen. Eine vielleicht allerletzte Chance erhielt der im Wesentlichen geständige 29-Jährige dennoch: fünf Monate Haft mit Bewährung inklusive 80 Sozialstunden und Wiedergutmachung.

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