Aktives Vereinsleben in Brambauer: GBV wird 50 Jahre alt

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Es sind kleine Anekdoten und große Erfolge, die die Geschichte der Gemeinschaft der Brambauer Vereine (GBV) ausmachen. Auch wenn ihre Gründer verstorben sind, ist sie quicklebendig.

Brambauer

, 03.05.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei gestandene Männer und zwei Geistliche als „Geburtshelfer“, dazu der Leitgedanke, Vereine unter einen Hut zu bringen, Interessen zu bündeln, und nicht zuletzt den Stadtteil Brambauer nach vorne zu bringen: Nach 50 Jahren hat sich das Personal altersbedingt zwar verändert, die Philosophie innerhalb der Gemeinschaft Brambauer Vereine (GBV) wird aber auch im Jubiläumsjahr noch so gelebt wie zu Beginn.

Am 3. Mai 1970 legten Heinrich Peper, Hans Fuchs, Gerhard Latermann, der einstige Pastor von Herz-Jesu-Brambauer Paul Humberg (allesamt bereits verstorben) sowie der frühere Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Brambauer Jürgen Vollmer in der mittlerweile nicht mehr existierenden Gaststätte „Westfalenkrug“ (Schülken) an der Ecke Waltroper Straße/Wittekindstraße den Grundstein für das Erfolgsmodell.

Aus einem lockeren Zusammentreffen wurde schnell mehr: Acht Jahre später, es war der 28. Januar 1978, wurde schließlich die erste Satzung niedergeschrieben.

Klaus Stallmann, Bruno Seidler, Heiner Ludwig, Gerhard Latermann, Valeria Zimmermann und Hans Fuchs (v.l.) während der Vorbereitung für das 1. Stadtteilfest 1982.

Klaus Stallmann, Bruno Seidler, Heiner Ludwig, Gerhard Latermann, Valeria Zimmermann und Hans Fuchs (v.l.) während der Vorbereitung für das 1. Stadtteilfest 1982. © Blandowski

Zum obersten Grundsatz wurde darin erklärt, die Interessen der Brambauer Vereine zusammenzuführen, gegenseitige Unterstützung zu garantieren und den Standort Brambauer zu entwickeln.

50 Jahre vielfältige Projekte

Bis 1985 traf man sich im Brambauer Volkspark. Nach einer zehnjährigen Ruhezeit wurden 1995 die Treffen wieder aufgenommen. Allerdings nicht im Volkspark, der sich zur damaligen Zeit zu einem Schandfleck in Brambauer entwickelt hatte, sondern im Freibadstadion des BV Brambauer. Aber auch das Ufo am LünTec diente im Jahr 2000 als Präsentationsplatz.

Einige ehemalige Lüner Ratsherrn beim Elfmeterschießen des ersten Stadtteilfestes 1982 der Gemeinschaft Brambauer Vereine (v.l.):Friedhelm Schroeter, Alfred Meermann, Karl-Heinz Heimsoth, Klaus Stallmann, Wilfried Diekmann, Alfred Gawinski. Im Vordergrund der GBV-Vorsitzende Gerhard Latermann mit der damaligen Bürgermeisterin Rosel Schmidt.

Einige ehemalige Lüner Ratsherrn beim Elfmeterschießen des ersten Stadtteilfestes 1982 der Gemeinschaft Brambauer Vereine (v.l.):Friedhelm Schroeter, Alfred Meermann, Karl-Heinz Heimsoth, Klaus Stallmann, Wilfried Diekmann, Alfred Gawinski. Im Vordergrund der GBV-Vorsitzende Gerhard Latermann mit der damaligen Bürgermeisterin Rosel Schmidt. © Blandowski

Dass die GBV nicht nur Präsenz zeigen kann, sondern auch voller Tatkraft steckt, zeigen eindrucksvoll die vielfältigen Projekte in Brambauer. „Der Dorfplatz an der Wittekindschule, der frühere CDU-Bauminister Oliver Wittke kam sogar zur Einweihung, oder der Spielplatz Konradstraße sind für mich nur zwei Beispiele“, so der heutige GBV-Vorsitzende Martin Fleischmann. Aber auch die Aktionen „Sauberes Brambauer“ und das Stadtteilfest Tockhausen trugen die Handschrift der GBV.

Im alten Gebäude der früheren Brambauer Gaststätte "Westfalenkrug Schülken" wurde vor 50 Jahren die Gemeinschaft Brambauer Vereine (GBV) aus der Taufe gehoben.

Im alten Gebäude der früheren Brambauer Gaststätte "Westfalenkrug Schülken" wurde vor 50 Jahren die Gemeinschaft Brambauer Vereine (GBV) aus der Taufe gehoben. © Blandowski

Fest zum Jubiläum verschoben

Den Aufzeichnungen zufolge wurde die Zahl von 28 Mitgliedsvereinen im Jahr 1995 auf heute 43 eingetragene Vereine gesteigert. „Unsere Erfolgsbilanz wollten wir Mitte August auf einer großen Jubiläumsveranstaltung im Bürgerhaus Brambauer der Öffentlichkeit noch einmal näher bringen. Leider ist das wegen Corona jetzt nicht möglich. Aber es ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Dann holen wir die Feier im nächsten Jahr eben nach“, hofft Martin Fleischmann auf eine Neuansetzung der angedachten Geburtstagsparty.

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