Antrag zum Seepark: CDU will gegen Wildpinkler vorgehen und fordert Überwachungskonzept

Horstmarer See

Nach ihrer Umfrage unter den Seepark-Anwohnern hat die CDU nun einen Antrag formuliert, der konkrete Forderungen an die Verwaltung in Lünen stellt. Sicherheit spielt dabei nicht die Hauptrolle.

Horstmar

, 24.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die CDU möchte ein energischeres Vorgehen gegen Wildpinkler im Seepark.

Die CDU möchte ein energischeres Vorgehen gegen Wildpinkler im Seepark. © Fröhling

Die Umfrage sei zwar nicht repräsentativ gewesen, erklärt CDU-Fraktionschef und Bürgermeister-Kandidat Christoph Tölle. Aber sie ermögliche „auf Grund der sehr großen Resonanz deutliche Rückschlüsse auf die Wünsche der Nutzer“ des Seeparks.

Demnach gehe es nicht etwa um „die Umgestaltung in einen Bereich, der sich hauptsächlich an Veranstaltungen orientiert oder bestimmte sportliche Aktivitäten stark in den Vordergrund rückt“. Wie berichtet gab es Ideen, auf dem Horstmarer See eine Wasserski-Anlage zu errichten. Der Investor ist mittlerweile von diesem Plan abgerückt, da er nach eigenen Angaben keinen Rückhalt in Politik und Verwaltung für seinen Plan gespürt hat.

Neuverpachtung soll Situation verbessern

„Der Wunsch nach ordentlichen und in der Menge hinreichenden Toiletten stand im Vordergrund“, so Tölle. Hier sei im Rahmen der Neuverpachtung der Gastronomie eine erhebliche Verbesserung zu erwarten. „Wir gehen davon aus, dass zusätzliche Maßnahmen wie mobile Anlagen saisonbedingt hinzutreten werden, so dass insoweit kein zusätzlicher Antrag erfolgt.“

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Was allerdings in dem Antrag steht: „Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Einschränkung des Urinierens außerhalb von Toilettenanlagen zu entwickeln.“ Denn „Maßnahmen gegen sogenannte Wildpinkler“ seien laut Tölle ein besonderes Bedürfnis der Anwohner. Dazu kämen neben Überwachungsmaßnahmen „auch unter Umständen undurchdringliche Bepflanzungen an Stellen in Betracht, wo nicht bereits die Büsche entfernt wurden, um geschützte Zonen zu vermeiden“.

Abendstunden besser überwachen

Ein weiterer Aspekt, aber eben nicht der wichtigste, sei die Sicherheit im Park. „Dabei haben Anwohner mitgeteilt, dass allein durch das Grillverbot bereits mehr Ruhe eingekehrt sei.“ Dies soll nach dem Willen der CDU im laufenden und in den kommenden Jahren zum Schutz der Besucher und Anwohner optimiert werden. „Besonders die Abendstunden sind hier als kritisch genannt worden, wenn keine oder nur sporadische Überwachung erfolgt.“

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Entsprechend formulieren die Christdemokraten es in ihrem Antrag: „Die Verwaltung wird beauftragt, den bisherigen Umfang von Einsätzen des Sicherheitsdienstes darzustellen und ein Konzept für eine angemessene und kontinuierliche Überwachung in Alternativen nach Art, Umfang und Kosten zu erarbeiten.“

Der Antrag ist gestellt an den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung, der planmäßig das nächste Mal am 17. Juni zusammenkommt. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Corona-Krise derart auswirkt, dass auch der politische Sitzungsplan durcheinander kommt.

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