Anwohner der Moltkestraße freuen sich über Tempo 30 - Kontrollen sollen helfen

hzNeue Schilder

Lange hatten die Anwohner der Moltkestraße in Lünen für Tempo 30 gekämpft. Im Dezember folgte die Stadt dem Wunsch. Die ersten Reaktionen auf das neue Tempolimit fallen positiv aus.

Lünen

, 19.12.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit der Ratssitzung am 12. Dezember ist es amtlich: auf der Moltkestraße zwischen der Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße und dem Ortsausgangsschild Lünen gilt durchgängig Tempo 30. Die Anwohner hatten lange dafür gekämpft, die Stadt hatte den Wunsch schließlich erfüllt.

„Es ist spürbar besser geworden“, sagt Armin Ott, Sprecher des des Stammtisches „Die Geister im Ortsteil“ am Mittwoch (18.12.) auf Nachfrage der Redaktion. Einige Fahrer halten sich zwar noch nicht an das neue Tempolimit, aber „man kommt jetzt auch zu Stoßzeiten über die Straße“.

Jetzt lesen

Auch Heinz Gassert zeigt sich zufrieden. Früher sei oft zu beobachten gewesen, dass Autofahrer versuchten, die Ampel an der Konrad-Adenauer-Straße noch bei grün zu erwischen. Mit der Konsequenz, dass dabei ordentlich auf‘s Gas getreten wurde.

Behörden kündigen Tempokontrollen an

„Ich glaube, es wäre zu früh um zu erwarten, dass sich jetzt alle an Tempo 30 halten“, sagt Gassert. Dennoch sollten Autofahrer damit rechnen, dass die neue Geschwindigkeitsbegrenzung auch kontrolliert wird.

Anwohner der Moltkestraße freuen sich über Tempo 30 - Kontrollen sollen helfen

Tempo 30 gilt jetzt auf der Moltkestraße auch schon zwischen der Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße und der Förderschule. © Matthias Stachelhaus

Auch das Ordnungsamt will in naher Zukunft Messungen machen, ist aus der Verwaltung zu hören. „Wir sind froh darüber, dass wir dem Bürgerwunsch dort entsprechen konnten“, sagt Stadtsprecher Benedikt Spangardt.

Die Polizei wird ebenfalls kontrollieren, ob die Autofahrer an der Moltkestraße sich an das Tempolimit halten. Allerdings noch nicht sofort. „Die Verkehrsteilnehmer sollen sich daran gewöhnen können“, sagt Peter Bandermann, Pressesprecher der Polizei Dortmund. Die Schilder gelten natürlich trotzdem. Da gibt es keine Karenzzeit.

Jetzt lesen

Bisherige Messungen an der Moltkestraße von Polizei und Ordnungsamt fanden ausschließlich auf Höhe der Förderschule statt. Hier gilt aber ohnehin schon seit langem Tempo 30.

Dank an Verwaltung und Helfer

Wichtig ist Armin Ott aber nicht nur, dass die 30 Schilder endlich stehen. Auch bedanken will er sich. Bei Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (GFL) und dem Technischen Beigeordneten Arnold Reeker, für die Umsetzung. „Nachdem das Thema durch den Ausschuss war, ging es doch recht schnell.“

Aber auch seinen Mitstreitern vom Stammtisch und den 200 Anwohnern, die dem Anliegen mit ihren Unterschriften 2016 Nachdruck verliehen. „Ich habe das ja nicht allein geschafft.“

Erich Tremblau, der Vorsitzende des BV Lünen 05, Horst Strörmer, der Heimatbeauftragte im Ortsteil Geist, und Anwohner Paul Kuck seien da zu nennen. Und Ulrich Böhmer (GFL), der sich aus diesem Grund als Ratsherr aufstellen ließ.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt