Auf Spielplätzen in Lünen erwarten Kinder „Blaues Wunder“ und „Goldene Ernte“

hzKinder planen mit

Auf einem Lüner Spielplatz sollen die Kinder bald ihr „blaues Wunder“ erleben. Auf einem anderen wird dagegen die „goldene Ernte“ eingefahren. Die Ideen haben auch Kinder mit eingebracht.

Nordlünen, Brambauer, Horstmar

, 24.11.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vertreter der Streetworker und Landschaftsarchitekt Matthias Hähnel erläuterten am Dienstag (19.11.) den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses die Pläne für die Neugestaltung von drei Spielplätzen in den Stadtteilen.

Die Pläne müssen noch einmal nach den Vorschlägen von Kindern bei den Beteiligungsterminen überarbeitet werden. Hähnel: „Anfang des Jahres folgt die Ausschreibung und wir wollen dann im dritten oder vierten Quartal 2020 bauen.“

Kurzfristiger Handlungsbedarf besteht beim Spielplatz Johannesstraße in Nordlünen. Gedacht ist er auch als Treffpunkt beispielsweise für Kitas und Tagesmütter, die über keinen eigenen Außenbereich verfügen.

Der Spielplatz wird „Blaues Wunder“ heißen und deshalb werden alle Spielgeräte und Bänke in Blau gehalten.

Kinder wünschen sich Trampoline und ein Gerüst zum Hangeln

Schaukeln, rutschen, klettern, barrierefreies Spielen und eine Tischtennisplatte sind geplant. Hähnel: „Alle Bäume bleiben erhalten.“ Auf Wunsch der Kinder vor Ort wird es Trampoline geben, ein Gerüst zum Hangeln und ein sogenanntes Telefon-Spielgerät.

Der Spielplatz am Diebecker Weg in Brambauer liegt am Rande eines Wohngebiets. Auch hier muss kurzfristig gehandelt werden. Um den Bezug zum benachbarten freien Feld herzustellen, lautet das Motto „Goldene Ernte“. Geplant sind ein Trecker mit Rutsche, Wackelgeräte in Obstform, eine Schaukel, ein barrierefreier Holzsteg mit für Rollstühle unterfahrbarem Sandtisch.

Die Wünsche der Kinder nach Trampolin und Klettermöglichkeiten in die Höhe werden erfüllt. Ein Pendeltor soll verhindern, dass Hunde auf den Spielplatz laufen.

Alter Baumbestand in Horstmar soll erhalten bleiben

In Horstmar auf dem großflächigen Spielplatz am Alten Postweg soll der alte Baumbestand erhalten werden. „Am laufenden Band“ wird das Motto für diesen Spielplatz. Hähnel: „Alle Spielflächen können mit dem Rollstuhl erreicht werden.“

Geplant sind Spielflächen für alle Altersbereiche von Kindern auf dieser fast parkähnlichen Anlage. Es wird Angebote für Kleinkinder geben, barrierefreie Spielmöglichkeiten, eine Seilkletteranlage und ein Sportbereich für die Älteren mit Streetballständer und Fußballtoren.

Schaukelwald mit Nestschaukel

Geplant ist auch ein Schaukelwald. Dort soll - nach Wunsch der Kinder im Stadtteil - eine Nestschaukel ihren Platz finden. In der Kleinkinderanlage werden Trampoline eingebaut und auch eine Drehscheibe, ähnlich der am Tobiaspark, ist geplant.

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses stimmten den Vorschlägen einhellig zu. Die Streetworker der Stadt kündigten an, 2020 bei weiteren Spielplätzen das Partizipationsverfahren früher zu beginnen und auch zu versuchen, mehr Kinder dafür zu gewinnen.

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