Aufreger SUV: Im Kreis Unna liegt der Anteil bei knapp acht Prozent - das ist Platz 370

hzSUV-Diskussion

Sie sind groß, sie fallen auf und sie regen auf: Die SUVs auf den Straßen. Ihr Anteil gemessen an der Gesamtzahl der Autos ist zwar eher gering, das Aufreger-Potential aber dennoch groß.

Lünen

, 17.09.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie, die SUVs. Die „Sports Utility Vehicles“ (SUV) sind groß, komfortabel und beliebt wie nie. Aber sie verkörpern mit hohem Spritverbrauch und CO2-Ausstoß eben auch das krasse Gegenteil aller Bemühungen, insgesamt umweltfreundlicher unterwegs zu sein.

Die aktuellen Proteste auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt zeigen, wie emotional die Debatte über Mobilität und persönliche Freiheiten geführt wird. Zusätzlich Fahrt aufgenommen hat die Diskussion um die Geländefahrzeuge seit einem Unfall vor kurzem in Berlin.

In Dortmund gibt es prozentual geringfügig mehr SUVs als in Lünen

Die Deutsche Umwelthilfe hat nun eine Statistik vorlegt. Sie zeigt, wie hoch der Anteil der SUV-Fahrzeuge am gesamten Fahrzeugbestand in insgesamt 400 Städten und Kreisen ist. Auf Platz 370: der Kreis Unna mit einem SUV-Anteil von exakt 7,93 Prozent. Zahlen ausschließlich für Lünen gibt es keine. Zum Vergleich: In Dortmund sind es geringfügig mehr, 8,04 Prozent (das ist Platz 364), in Hamm liegt der Anteil dieser Autos bei 7,51 Prozent (Platz 385).

Auch bei der Kreisverwaltung gibt es keine genauen Zahlen, wie viele SUVs in Lünen gemeldet sind. Nur soviel: „Geländewagen bis 3,5 Tonnen, und da sind eben auch die SUVs dabei, hat es im gesamten Kreis Unna Ende August 2019 exakt 4234 gegeben, davon 759 in Lünen. Die Zahl der insgesamt gemeldeten Fahrzeuge im Kreis Unna liegt nach Auskunft der Kreisverwaltung bei 307.416, in Lünen sind es 57.440.

Die großen Fahrzeuge machen allen, die für ein Funktionieren des Verkehrs auf den Straßen sorgen sollen, das Leben zusätzlich schwer: Denn abgesehen davon, dass auch die „normalen“ Autos in den letzten Jahren ohnehin immer breiter geworden sind, beanspruchen die SUVs enorm viel Platz, und verschärfen so den Kampf um einen Platz auf den Straßen und in den Parkhäusern.

Der Süden und Osten Bayerns ganz weit oben in der Statistik

Für viele, die mit den großen Autos unterwegs sind, zählen bequemes Einsteigen, eine gute Übersicht und das Gefühl, in so einem Fahrzeug sicher zu sein. Die wenigsten benötigen so ein Auto tatsächlich in ihrem Alltag. Anders sieht das in anderen Bereichen Deutschlands aus: Nicht umsonst liegen der Kreis Miesbach und der Kreis Freyung-Grafennau in Bayern an der Spitze der von der Deutschen Umwelthilfe vorgelegten Statistik: Hier liegt der Anteil der SUVs höher als Viertel: Im Kreis Miesbach bei 25,72 Prozent und im Kreis Freyung-Grafenau bei 24,34 Prozent. Auf dem letzten der 400 Plätze steht übrigens Herne, mit einem Anteil von 6,35 Prozent.

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