Aus für zwei Schulen, aber «Groß» bleibt

Fachkonzept steht zum Beschluss an

24.05.2007 / Lesedauer: 3 min

So sieht es das Fachkonzept «Zukunftsfähigkeit von Schulen sichern» vor, das zum Beschluss durch die Politik ansteht. Es fußt auf dem Grundsatzbeschluss des Rates vom Dezember 2006, wonach angesichts sinkender Schülerzahlen auch die Schullandschaft schrumpfen soll. Konkret heißt das nach dem aktuellen Fachkonzept: Die Hellweggrundschule in Beckinghausen nimmt schon in diesem Jahr keine neuen Schüler mehr auf. Die Hellwegschüler sollen zur Grundschule Horstmar/Niederaden wechseln. Dazu wird in Horstmar (Querstraße) ein Anbau mit zwei Ogata-Räumen (Offene Ganztagsgrundschule), Mehrzweckraum und Lehrmittelraum errichtet. Falls dieses Gebäude schon zum Schuljahresbeginn 2008/2009 fertig sein sollte, wird die Hellwegschule unmittelbar geschlossen. Falls nicht, wird sie noch übergangsweise als Teilstandort der Grundschule Horstmar-Niederaden weitergeführt. Die Paul-Gerhardt-Schule in Lünen-Süd wird zum Schuljahr 2009/10 aufgelöst. Um deren Schüler aufzunehmen, wird die Overbergschule um einen Neubau an der Weißenburger Straße erweitert. Die Vinckeschule in Gahmen verliert ihre Selbständigkeit, wird ab 2009/10 Teilstandort der Overbergschule. Bauliche Veränderungen sind in Gahmen nicht geplant. Die vom Aus bedrohte Nikolaus-Groß-Schule verliert ebenfalls ihre Selbständigkeit, aber nicht ihren Standort. Sie soll als einzügige Grundschule in der Geist erhalten bleiben, aber einen Grundschulverbund mit der Osterfeldschule eingehen. Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule könnte schon ab 2008/2009, beginnend mit den Eingangsklassen, auf Fünfzügigkeit schrumpfen. Das würde den Weg frei machen, den baulich maroden ehemaligen Hauptschultrakt aufgeben zu können, falls gleichzeitig die Räume des ehemaligen Jugendtreffs «Avanti» für Schulzwecke genutzt werden können. Die Stadt kalkuliert die einmaligen Investitionskosten zur Umsetzung des Konzepts mit 4,4 Mio. Euro. Langfristig sollen unter dem Strich deutliche Kosteneinsparungen stehen, da Gebäude aufgegeben werden können. Um aus Sicht der Stadt Rechtssicherheit zu schaffen, soll laut Beschlussvorschlag «die sofortige Vollziehung der Maßnahmen» gemäß § 80 Verwaltungsgerichtsordnung angeordnet werden. In diesem Fall könnten eingelegte Rechtsmittel die Vorbereitungen zur Umsetzung des Beschlusses nicht aufhalten. Die Verwaltung argumentiert, das öffentliche Interesse an der sofortigen Vollziehung sei höher zu gewichten als das Interesse betroffener Eltern und Schüler an der Beibehaltung des Ist-Zustandes. Fie-

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