Für Autos wird es enger: Ausbau B54, neue Gahmener Brücke und Autobahnanschluss stehen an

hzAutobahn-Vollanschluss

An drei großen Straßenbauprojekten wird Ende des Jahres gebaut. Zu dem Ausbau der B54 und der neuen Kanalbrücke Gahmener Straße kommen auch Arbeiten für den neuen Autobahnanschluss A 2.

Horstmar

, 19.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Lange haben Autofahrer auf eine Verbesserung der Verkehrssituation gewartet. Zum Jahreswechsel 2019/2020 wird es an manchen Stellen auf den Straßen erstmal enger. Denn auch die Arbeiten für die neue Autobahnauf- und abfahrt in Horstmar sind geplant.

Wasserleitung muss verlegt werden

Momentan bereitet die Gelsenwasser AG die Umlegung der Druckwasserleitung vor. Die ist Voraussetzung für weitere Straßenbauarbeiten. Wie Lars Höffken, Projektleiter Planung des Landesbetriebs Straßen NRW auf Anfrage mitteilt, sollen die Leitungsarbeiten im Oktober beginnen und zum Jahresende fertig sein.

Momentan seien Mitarbeiter des Landesbetriebes dabei, die Ausschreibung für die Anschlussstelle zu erarbeiten. Hier soll es dann zum Jahreswechsel losgehen.

Derzeit können Autofahrer am Friedrichshagen nur auf- und abfahren, die aus Fahrtrichtung Oberhausen kommen oder in Fahrtrichtung Hannover weiterfahren wollen. Für den Verkehr aus der Gegenrichtung ist das in Lanstrop/Horstmar nicht möglich.

Planer rechnen mit 9500 Autos täglich

Das soll sich mit dem Vollanschluss ändern. Aus dem Stadtplanungsamt Dortmund seien während einer Informationsveranstaltung in Dortmund-Lanstrop Zahlen genannt worden. Danach sei der Friedrichshagen momentan täglich mit 5900 bis 6000 Fahrzeugen belastet, mit der neuen Auf-/Abfahrt sollen es 9200 bis 9500 sein. Das könne die Lanstroper Straße bewältigen.

Eine Entlastung stelle der neue Vollanschluss für die umliegenden Orte wie Lünen, Dortmund-Lanstrop und -Kurl dar. Für das 5 Millionen teure Projekt hat Straßen NRW eine Bauzeit von einem Jahr kalkuliert, inklusive Lärmschutz- und Nebenanlagen. Für den reinen Ausbau werde ein halbes Jahr gerechnet.

Baubeginn auf Kurler Straße

Es sei geplant, mit den Bauarbeiten auf der Kurler Straße zu beginnen. Dabei soll zunächst die Verbreiterung Richtung Lünen und im Anschluss Richtung Dortmund erstellt werden, heißt es seitens Straßen NRW. Nach der Verbreiterung Richtung Lünen kann dann mit den Arbeiten an der Anschlussstelle begonnen werden.

Umleitungen seien nicht geplant. Autofahrer müssten sich aber zeitweise mit Einschränkungen durch wechselseitige Verkehrsführung im Bereich der Baustelle rechnen.

Anschlussstelle in Horstmar soll „Lünen-Süd“ heißen

Ein Kuriosum betrifft den Namen des Autobahnanschlusses: Im „Zielverzeichnis für Autobahnen“ hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung „Anschlussstelle Lünen-Süd“ festgelegt. Eigentlich liegt sie aber in Horstmar.

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