Auszeichnung für Stolzenhoff, Absage für die Hochschule, Anfang für Kompetenz-Cluster

IHK-Wirtschaftsgespräch

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund und die Stadt Lünen haben Helmut Stolzenhoff ausgezeichnet. Es ging aber auch um Zukunftsthemen wie die Wasserski-Anlage im Seepark.

Lünen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Auszeichnung für Stolzenhoff, Absage für die Hochschule, Anfang für Kompetenz-Cluster

Wulf-Christian Ehrlich (l., IHK) und Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns überreichten das "Ufo", den Preis für bürgerschaftliches unternehmerisches Engagement, an Helmut Stolzenhoff. © Günter Blaszczyk

Unter dem Motto „Lünen hält Kurs“ hatte die IHK Dortmund zum Wirtschaftsgespräch in den Hansesaal eingeladen. In dessen Rahmen überreichten Handelskammer und Stadt Lünen Helmut Stolzenhoff das „Ufo“, den Preis für bürgerschaftliches unternehmerisches Engagement. Stolzenhoff engagiert sich unter anderem beim BV Brambauer und bei „Ärzte ohne Grenzen“.

Bürgermeister wünscht sich Bahn-Reapratur gemäß Zeitplan

Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns nutzte die Gelegenheit, um dem Staatssekretär des NRW-Wirtschaftsministeriums, Christoph Dammermann (FDP), zwei Wünsche mit auf den Weg zu geben: „Wenn wir schon weiter auf den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Lünen-Münster warten müssen, wäre es doch schön, wenn die Reparatur der Gleise im vorgegebenen Zeitplan bleibt“, so Kleine-Frauns. „Vielleicht können Sie auf diesen Prozess einwirken.“

Wunsch Nummer zwei betraf den Ausbau der digitalen Infrastruktur: Das Verlegen zum Beispiel von Glasfaserkabeln ist kostspielig, wird aber gefördert. „Wir wissen aber nicht, ob wir nur Lücken schließen dürfen, oder ob der Ausbau auch rein dem eignen wirtschaftlichen Nutzen dienen darf“, sagte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die Gewährung von Fördergeldern. Auch hier wünsche er sich Unterstützung aus dem Ministerium.

Kompetenz-Cluster und Start-up-Hub

Der stellvertretende IHK-Geschäftsführer Klaus Brenscheidt riss in seinem „Werkstattbericht“ mehrere Themen an - zum Beispiel die Etablierung eines Hochschulstandortes in Lünen. Das sei nach dem Rückzug der FH Dortmund erst einmal vom Tisch - stattdessen wolle man das „Kompetenz-Cluster Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft“ entwickeln. Ziel ist die Förderung der Branche durch Informationstechnologie und künstlicher Intelligenz. „Viele Lüner Unternehmen haben bereits zugesagt, der nächste Schritt ist die Gründung eines Trägervereins.“

Parallel dazu arbeite man an einem „Start-up-Hub“, also einer Plattform, auf der sich Start-up-Unternehmen am Standort Lünen entwickeln können. Hier soll es sich thematisch ebenfalls um die Branche der Kreislaufwirtschaft drehen. „Das wäre eine perfekte Ergänzung zum Kompetenz-Cluster.“

Deutlich weiter seien die Pläne für eine Wasserski-Anlage am Horstmarer See, die bereits im vergangenen Jahr beim Wirtschaftsgespräch Thema war. „Die Wirtschaftsförderung hat ihre Hausaufgaben gemacht, der Investor ist nach wie vor interessiert. Jetzt liegt der Ball bei der Politik.“ Gegen die Pläne regt sich Widerstand, doch Brenscheidt ist überzeugt: „Die Steigerung der Lebensqualität ist den Lüner Bürgern wichtig.“ Das hätte zuletzt nochmal die Befragung im Rahmen des RN-„Stadtteil-Checks“ gezeigt.

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