B54-Ausbau: Diese Auswirkungen haben die Arbeiten auf den Verkehr - Zeitplan steht

hzVier statt drei Spuren

Auf knapp drei Kilometern soll die B54 zwischen B236 und Eisenbahn-Brücke bald ausgebaut werden. Jetzt steht fest, wann es losgeht. Und welche Auswirkungen das auf den Verkehr hat.

Lünen

, 06.06.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ziemlich genau 2,7 Kilometer ist der betroffene Abschnitt lang. Er startet an der B236, überquert an zwei Kreuzungen vorbei den Datteln-Hamm-Kanal und endet noch am Toom-Markt vorbei an der Bahn-Überführung Höhe Kupferstraße.

Die Strecke ist hochbelastet und wird laut Prognose 2030 von über 34.500 Fahrzeugen täglich genutzt. Deshalb soll sie so bald wie möglich vierspurig werden. Als der Planfeststellungsbeschluss im Januar 2019 rechtskräftig wurde, ging man noch von einem Baustart in diesem Jahr aus.

Eigentlicher Ausbau der B54 startet im vierten Quartal 2020

Das gilt allerdings nur für das Regenrückhaltebecken an der Einmündung zur B236. Der Baustart dafür soll Ende dieses Jahres sein, berichtet Peter Beiske, Sprecher der Landesbehörde Straßen NRW, die für den Ausbau verantwortlich zeichnet.

Die eigentlichen Arbeiten, die für die Autofahrer spürbar werden, beginnen laut Beiske „im vierten Quartal 2020 und dauern dann ungefähr zwei Jahre“. Die Maßgabe von Straßen NRW: Eine Fahrspur in jede Richtung soll immer befahrbar sein. „Das war ein expliziter Wunsch der Stadt Lünen“, bestätigt Stadt-Sprecher Benedikt Spangardt. Trotzdem: Statt der zwei Spuren stadtauswärts hinter der Kanalbrücke wird es dann nur eine geben. Von dort in Richtung Stadtmitte gibt es auch jetzt nur jeweils eine Spur pro Fahrtrichtung. „Es ist immer problematisch, unter Verkehr zu bauen“, sagt Beiske.

Bombenverdacht und eine Bestätigung

Zuletzt war bekannt geworden, dass es an der Ausbau-Strecke Verdachtspunkte für Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gibt. Von der Existenz einer Bombe weiß man schon sicher: Die liegt unter der Kreuzung B236/B54, direkt unter der Mittelleitplanke.

Was mit den übrigen Verdachtspunkten ist, darüber sei im Moment noch nichts bekannt, berichtet Peter Beiske.

Ein Ausbau-Projekt mit viel Vorlauf

Das Ausbau-Projekt ist schon seit Ende der 1990er-Jahre im Gespräch, es hat jedoch immer wieder Verzögerungen gegeben. Das Planfeststellungsverfahren hatte Straßen NRW dann erst im April 2015 bei der Bezirksregierung in Arnsberg beantragt, 2018 wurde es dort abgeschlossen. Erst im Januar 2019 wurde dieser Beschluss dann bestandskräftig.

„Zielsetzung des vierstreifigen Ausbaus ist die Verbesserung der Verkehrsqualität in einem bereits heute durch regelmäßige Stauerscheinungen auffälligen Abschnitt und damit die Optimierung der Anbindung der Stadt Lünen an das Autobahnnetz sowie der Verbindung zur Stadt Dortmund“, hatte die Bezirksregierung im Januar mitgeteilt. „Bei dem derzeitigen Ausbauzustand wäre die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht mehr zu gewährleisten.“

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