Unfallgefahr an Bahnübergängen in Lünen Die Bahn muss jetzt schnell Lösungen finden

Bahnübergänge wie hier an der Ackerstraße in Alstedde ohne Schranke gibt es noch einige in Deutschland.
Bahnübergänge wie hier an der Ackerstraße in Alstedde ohne Schranke gibt es noch einige in Deutschland. © Bettina Voß
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Im Wilden Westen haben sich, glaubt man den Filmen aus dieser Zeit, Cowboys und andere Protagonisten mit dem Ohr ans Gleis gelegt, um festzustellen, ob ein Zug in der Nähe ist. Heute ist diese Methode wohl eher nicht zu empfehlen. Doch auf sein Gehör müssen sich trotzdem noch viele Verkehrsteilnehmer verlassen, wenn sie an einem unbeschrankten Bahnübergang stehen – auch in Lünen.

Rund 37 Prozent aller Übergänge in Deutschland sind ohne technische Sicherung ausgestattet. Dort sind neben dem Ohr auch die eigenen visuellen Fähigkeiten gefordert. Das sind für mich 37 Prozent zu viel. Denn die Vorfälle an solchen Zug-Kreuzungen sprechen für sich.

Googelt man nämlich Unfälle, die an Bahnübergängen ohne Schranke passiert sind, ploppen gleich mehrere Artikel auf, die nichts Gutes versprechen: „Fahrer gestorben“, „Tödlicher Verkehrsunfall“ und „Person stirbt nach Zugkollision“. Und auch der Unfall in Alstedde vergangenen Mittwoch (16.) reiht sich in diese Liste ein. Hier erlitt der Fahrer aber zum Glück nur leichte Verletzungen.

Die Deutsche Bahn will nachbessern und Bahnübergänge beseitigen. Das ist zwar ein guter Ansatz, doch ob es auch der richtige und vor allem schnelle Weg ist, die Unfallrate an Zug-Kreuzungen zu reduzieren, möchte ich bezweifeln. Auch die Montage von Schranken ist mit mehr als 500.000 Euro nicht gerade billig, aber sie würde dem Verkehr durchaus schneller die nötige Sicherheit geben und die Verantwortung an einem Bahnübergang auf die Technik abwälzen.

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