Bauvoranfrage für Lager-Überdachung

Norddeutsche Affinerie: Maßnahmen gegen staubende Rohstoffe beginnen

16.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lünen Mit dem vor einigen Jahren eingeführten neuen Recycling-Prozess, verbunden mit einer Investition von 40 Mio. Euro, konnte die Norddeutsche Affinerie (NA) die spezifischen CO 2 -Emissionen dieses Werksbereiches um 64% und den spezifischen Energiebedarf zunächst um 53 % sowie seit 2003 nochmals um 21% senken. «Was aus den Kaminen kommt, ist nicht mehr zu verringern», sagte der Leiter des Umweltschutzes, Dr. Claus Meyer-Wulf, bei einem Besuch des SPD-Arbeitskreises Wirtschaft. Was erhöhte Werte z.B. bei Blei im Umfeld des Werkes betrifft, so sei man «mit diffusen Emissionen noch nicht zufrieden», erklärte Werkleiter Dr. Franz-Josef Westhoff. Diese Emissionen seien auf staubende Rohstoffe zurück zu führen, die auf dem Werksgelände gelagert und umgeschlagen werden. Mit den Behörden habe man bereits 2004, also lange vor der aktuellen Kraftwerksdiskussion in Lünen, ein Emissionsminderungskonzept rechtsverbindlich vereinbart und seit Februar 2007 liege die Genehmigung der Bezirksregierung vor. Nach Aussage von Dr. Westhoff ist eine großräumige Überdachung von Lagerflächen im südwestlichen Werksbereich geplant, mit der eine deutliche Reduzierung der diffusen Emissionen erreicht werde. Eine entsprechende Bauvoranfrage liege der Stadt inzwischen vor. Bei den mit den Behörden vereinbarten Maßnahmen geht man von einem Invest in Höhe von 10 Mio. Euro aus (wir berichteten bereits). Hintergrund des SPD-Besuches war die aktuelle Diskussion um die Luftbelastung in Lünen - vor allem mit Blick auf des geplante Trianel Steinkohlekraftwerk.. «Wir stehen zu unseren Industrieunternehmen mit ihrer teils jahrzehntelangen Tradition in unserer Stadt, da sie den Menschen vor Ort Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten. Wir erwarten aber gleichzeitig, dass diese Unternehmen alles tun, um größtmögliche Sicherheit nach modernstem Stand der Technik zu bieten. Was oben heraus kommt, darf Grenzwerte nicht überschreiten», so Leiter Hugo Becker in seinem Fazit für den SPD Arbeitskreis Wirtschaft.

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