Brüseke wieder in die Bütt?

BRAMBAUER Dieter Brüseke ist hin und her gewandert. In Gedanken. Mit dem Kopf. Jetzt ist der SGV-Vorsitzende emotional am Ziel: „Ich habe meine Meinung geändert. Ich werde wieder für den Vorsitz kandidieren.“

von Von Karl-Heinz Knepper

, 04.01.2008, 07:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Brüseke wieder in die Bütt?

Dieter Brüseke weiß, wo es lang geht.

Mit diesem Rücktritt vom angekündigten Nichtantritt bei der nächsten Jahreshauptversammlung des Sauerländischen Gebirgsvereins bricht Brüseke der laufenden Personaldebatte im SGV die Spitze ab. Anders, als vor Monaten in einem Interview mit unserer Zeitung im Brustton der Überzeugung geäußert („Ich werde nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden kandidieren“), hat sich der 65-Jährige innerlich neu positioniert und seinen Meinungswandel u. a. mit Signalen aus den SGV-Reihen begründet, wonach nicht wenige ihn angesprochen und aufgefordert hätten, den Stab noch nicht aus der Hand zu legen.

Warten auf das letzte Wörtchen

„Ich bin niemand, der vor der Verantwortung davon läuft“, deutet Brüseke seine Bereitschaft an, wieder in die Bütt zu steigen. Das letzte Wörtchen sei allerdings noch nicht gesprochen. Brüseke, früher Berufs-Busfahrer, wartet noch auf das grüne Licht von Ehefrau Barbara: „Ich kann das nur machen, wenn meine Frau mitzieht.“ Brüseke war im Februar 2006 als Nachfolger von Heiner Heimsoth zum Vorsitzenden der heute etwa 135 Mitglieder starken SGV-Abteilung Brambauer gewählt worden.

Junge Leute gewinnen

Das von ihm bei Amtsübernahme postulierte Ziel, den SGV als attraktives Angebot in die Reihen der Jüngeren hinein zu tragen und hier neue Mitglieder zu rekrutieren, sei, gibt er zu, nicht unbedingt erreicht worden. „Junge Leute zu gewinnen, fällt schwer. Der hohe Altersdurchschnitt bei uns ist ein Signal, dass wir für die Zukunft Nachwuchs brauchen.“ Im vergangenen Jahr standen zehn Neuaufnahmen 20 Austritten gegenüber. Unsere Frage, was er zu tun gedenke, falls sich ein Gegenkandidat bei der Wahl zu erkennen gebe, kippt Brüseke nicht aus dem Wanderschuh: „Ich wäre der Letzte, der das blockieren würde.“

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