Das kosten Verstöße gegen Maskenpflicht, Sperrstunde und Co. in Lünen und Selm

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Die Corona-Schutzverordnung soll zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Wer gegen die Regeln verstößt, muss ein Bußgeld zahlen. Das kosten die Verstöße in Lünen und Selm.

Lünen, Selm

, 22.10.2020, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Infiziertenzahlen im Kreis Unna steigen sprunghaft, Lünen ist besonders betroffen, auch in Selm gibt es wieder deutlich mehr Fälle als noch vor einigen Wochen. Die ersten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind schon im Frühjahr über die Corona-Schutzverordnung in Kraft getreten, zum Beispiel die Maskenpflicht in Supermärkten und im ÖPNV.

Diese Maßnahmen sind teilweise zurückgenommen, teilweise ergänzt worden, etwa um die Sperrstunde ab 23 Uhr oder eine Maskenpflicht auch in belebten Straßen in Lünen. Was genau mittlerweile in Lünen und Selm gilt - und welches Bußgeld bei Nichtbeachtung droht, haben wir deshalb noch einmal (in Ausschnitten) zusammengefasst. Stand ist der 17. Oktober.

  • Zusammenkunft im öffentlichen Raum mit Personen aus mehr als zwei Haushalten oder mehr als 10 Personen: 250 Euro für jeden Beteiligten.
  • Kein Mund-Nasen-Schutz etwa bei Konzerten, Fahrunterricht oder beim Einkaufen: 50 Euro.
  • Kein Mund-Nasen-Schutz im ÖPNV: 150 Euro.
  • Falsche Kontaktdaten im Hotel oder im Restaurant: 250 Euro.
  • Teilnahme an eigentlich verbotenen Musikfesten, Festivals o.ä.: 250 Euro.
  • Sport- oder Trainingsbetrieb im Kontaktsport ohne Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit: 250 Euro für Teilnehmer.
  • Teilnahme an einem Sportfest oder einer ähnlichen Veranstaltung: 250 Euro.
  • „Teilnahme an einer Prostitutionsveranstaltung“: 250 Euro.
  • Teilnahme an einem Fest ohne herausragenden Anlass oder mit mehr als 50 Teilnehmern: 250 Euro.
  • Touristische Übernachtung bei Herkunft aus Risikogebiet ohne negativen Coronatest: 500 Euro.

Für Organisatoren und Veranstalter können die Bußgelder noch einmal deutlich höher ausfallen. Wer etwa eine Messe ohne Hygienekonzept durchführt, muss 4000 Euro zahlen. Bis zu 10.000 Euro drohen denen, die einen Freizeitpark ohne Hygienekonzept betreiben. Prostitution ist weiterhin verboten, wer sexuelle Dienstleistungen erbringt, dem drohen dafür bis zu 500 Euro Bußgeld.

Lünen und Selm setzen Landesverordnung um

Gaststätten, Kioske oder Tankstellen, die nach 23 Uhr noch alkoholische Getränke verkaufen, zahlen je nach Betriebsgröße zwischen 500 und 1000 Euro.

Sowohl die Stadt Lünen als auch Selm orientieren sich an den Vorgaben des Landes. Es besteht lediglich die Option, auch ein höheres Bußgeld zu verhängen, etwa bei Wiederholungs-Fällen.

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