Chill-Raum und Kletter-Oase - wie Kinder an Lüner Schulen demnächst lernen werden

hzLüner Grund- und Realschulen

Drei Neubauten und eine Erweiterung - an vier Lüner Schulen soll sich etwas tun. Pläne gibt es bereits, aber genaue Zeitvorgaben noch nicht. Schüler und Lehrer müssen sich noch gedulden.

Lünen

, 05.07.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach den Sommerferien, voraussichtlich im September, wollen sich die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Sport und des Betriebsausschusses Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) zu einer gemeinsamen Sitzung treffen.

Dabei soll es um den Fahrplan für drei Schulneubauten und eine Erweiterung gehen.

Neue Gebäude sind für die Leo- und die Osterfeldschule sowie die Realschule Altlünen geplant. Hier ist man mitten in der vorgeschriebenen Schulbauberatung.

Berliner Architekten übernehmen

Dabei werden nicht nur Lehrer, Schüler, Mitarbeiter und Eltern befragt. Auch Vereine, Bürger und Institutionen im Umfeld der Schule können ihre Meinung zu den Plänen einbringen.

Ergebnisse dieser Schulbauberatung für die beiden Grundschulen stellte Prof. Dr. Susanne Hoffmann, Architektin der Berliner „Baupiloten“ am Mittwoch (3.7.) dem Ausschuss für Bildung und Sport vor.

Beide Neubauten sollen nach dem sogenannten „Kölner Musterraum-Programm“ über jeweils 2522 Quadratmeter verfügen. Die Grundschulen sind jeweils dreizügig konzipiert. Bisher hatte die Osterfeldschule noch eine „Zweigstelle“ in der Geist.

Die Leoschule sieht sich selbst als „Lern-Erlebnis-Oase“ und als Wohlfühlort für die Kinder. Die Osterfeldschule bezeichnet sich als „soziale Schule mit Herz“.

Chill-Raum und Kletter-Oase - wie Kinder an Lüner Schulen demnächst lernen werden

Am Hauptstandort der Osterfeldschule an der Bismarckstraße gibt es einiges zu renovieren, genau wie am Teilstandort in der Geist. Jetzt ist jedoch ein Schulneubau geplant. © Beate Rottgardt

In beiden Schulen wird es, so die Pläne der „Baupiloten“, sowohl größere Begegnungsorte geben als auch Rückzugs- und Chill-Möglichkeiten für die Kinder.

Pädagogische Konzepte könnten nur umgesetzt werden, wenn der Raum dazu passt, meinte der zuständige Dezernent Horst Müller-Baß. „Schule ist nicht nur Lernort, sondern auch Lebensort, deshalb ist bei der Planung die Beteiligung wichtig, die Menschen mitzunehmen“, sagte der Beigeordnete. Das wollte man in der Schulbauplanung mit mehreren Workshops erreichen. Teilnehmer waren neben Lehrern, Eltern und Schülern auch Vertreter von Ratsfraktionen, Vereinen und Institutionen, die in Nachbarschaft zu den Schulen liegen.

Kletter-Hausaufgaben-Oase für die Schüler

Ausschuss-Vorsitzender Siegfried Störmer sieht in den Plänen die Chance, Leuchtturmprojekte für moderne Pädagogik zu setzen. Die Berliner Architektin schlug beispielsweise „Sich-Ausprobier-Landschaften“ vor, wo sich Schüler austoben können. Andere Ideen waren eine Kletter-Hausaufgaben-Oase oder eine „inspirierende Forscher-Werkstatt“.

Wichtig sei dabei, so Hoffmann, einen Ort zu schaffen, der einerseits viel Ruhe und viele Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder mnit sich bringt, andererseits aber die Chance, sich zu bewegen und zu toben.

Chill-Raum und Kletter-Oase - wie Kinder an Lüner Schulen demnächst lernen werden

Die Realschule Altlünen wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Nun soll das Gebäude, das allerdings ein paar Jahre jünger ist, durch ein zeitgemäßes modernes Schulgebäude ersetzt werden. © Goldstein

Im September soll bei der gemeinsamen Sitzung auch der Fahrplan für den Neubau der Realschule Altlünen diskutiert werden. Für diesen Neubau gebe es noch kein Grundstück, so ZGL-Leiter Marc Stoverock, sondern „diverse alternative Grundstücke“. Wenn man sich auf eins fokussiert habe, würden dort dann Bodenuntersuchungen stattfinden.

Sechs größere Klassenräume für die Realschule Brambauer

Das Schulgebäude der Realschule Brambauer soll erweitert werden, nachdem die Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren wieder gestiegen sind. Nun ist mehr Platz vonnöten. Gab es fürs Schuljahr 2012/13 nur 42 Anmeldungen sind es im laufenden Schuljahr 117 und für 2019/20 94.

Chill-Raum und Kletter-Oase - wie Kinder an Lüner Schulen demnächst lernen werden

Aula (Mitte), Eingangsbereich (l.) und Verwaltungstrakt (r.) der Realschule Brambauer wurden energetisch saniert. Nun ist ein Erweiterungsbau angedacht, weil die Schülerzahlen entsprechend steigen. © Peter Fiedler

Bei einem Erweiterungsbau mit sechs Klassenräumen, die jeweils 70 Quadratmeter groß sind, könnten die bisherigen kleineren Klassenräume als Differenzierungsräume oder Mehrzweckräume umfunktioniert werden. Fachräume seien in ausreichender Anzahl vorhanden, so die Verwaltung.

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