Corona-Krise: Richtfest für neues Pfarrheim in Brambauer muss ausfallen

hzHerz-Jesu-Gemeinde

Der Neubau des Pfarrheims von Herz Jesu wächst. Richtfest kann im Oktober aufgrund der Corona-Krise aber nicht gefeiert werden. Die Gemeinde hofft nun auf ein anderes Fest im nächsten Jahr.

Brambauer

, 11.10.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit vier Jahren wartet die Herz-Jesu-Gemeinde Brambauer auf ihr neues Pfarrheim. Ursprünglich sollte dort 2018 die Weihnachtsfeier sein. Doch Planungen und Genehmigungen haben sich lange hingezogen. Inzwischen allerdings ist mit dem Bau begonnen worden. Und man ist schon weiter: „Die Rohbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen“, teilt Verwaltungsleiter Sven Seliger auf Anfrage der Redaktion mit. Die Betondecken seien gegossen worden und müssten derzeit durchtrocknen.

Die Corona-Krise habe sich bisher nicht auf die Bauphase ausgewirkt, abgesehen von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Bauarbeiter. Allerdings sorgten die durch die Corona-Pandemie erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen dafür, dass die Gemeinde „schweren Herzens“ auf ein Richtfest verzichten müsse. Gerne hätten Kirchenvorstand, Pfarrer Christian Kluczynski und der Pfarrgemeinderat dazu eingeladen. Jetzt hoffen sie, „dann im nächsten Jahr eine ordentliche Eröffnungs-und Einsegnungsfeier veranstalten zu können“, so Seliger.

300 Quadratmeter auf einer Ebne

Derweil können die Gemeindemitglieder verfolgen, wie ihr neues Pfarrheim Formen annimmt. Demnächst werde der Dachdecker seine Arbeit aufnehmen. Zeitgleich würden die Fenster und Türen produziert, damit sie bald eingebaut werden können. „Es folgen Heizung, Sanitär und Elektro“, berichtet Seliger.

Geplant ist für die Gemeinde ein etwa 300 Quadratmeter großes, ebenerdiges Gebäude.

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Darin soll es einen Saal als zentralen Gemeindetreff geben, der sich durch eine mobile Trennwand verändern lasse. Ein Multifunktionsraum, der auch als Lagermöglichkeit genutzt werden kann, schließt sich an. Dazu kommen Sanitäranlage und Küche. „Der Pfarrsaal ist für Gruppen der Kirchengemeinde vorgesehen, er kann aber auch angemietet werden“, erläutert Seliger.

Projekt kostet 1,1 Millionen Euro

1,1 Millionen Euro investiert die Gemeinde in das Projekt. 760.000 Euro trägt das Erzbistum Paderborn, etwa 390.000 steuert die Gemeinde dazu. Das Geld stammt aus Rücklagen und dem Verkauf des alten Jugendheims. „Wir hoffen, dass die Kosten im Rahmen bleiben“, sagt Seliger. Mitte nächsten Jahres wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Auf dem Gelände der alten Vikarie, links neben dem Haupteingang der Herz-Jesu-Kirche wird das neue Pfarrheim gebaut.

Auf dem Gelände der alten Vikarie, links neben dem Haupteingang der Herz-Jesu-Kirche wird das neue Pfarrheim gebaut. © Kirchengemeinde

Die Gemeinde habe das neue Pfarrheim bewusst verkleinert, um es auf die Ansprüche der nächsten Jahre auszurichten. Vor 15 Jahren gehörten noch 2700 Katholiken zu Herz Hesu in Lünen-Brambauer, inzwischen sind es 2100.

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