Corona-Party in Gahmen: „Das ist gefährlich. Lebensgefährlich.“

Ordnungsamt

In Gahmen mussten Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine „Corona-Party“ auflösen. Die Teilnehmer müssen nun ein Bußgeld zahlen. Die Stadt findet deutliche Worte für derartige Veranstaltungen.

Lünen

, 25.03.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei und Ordnungsamt kontrollieren in Lünen das Kontaktverbot.

Polizei und Ordnungsamt kontrollieren in Lünen das Kontaktverbot. © Maiwald (A)

In Dortmund sollen sie an der Tagesordnung sein, in Lünen war es bisher ein Einzelfall: Meist junge Menschen verabreden sich gezielt zu „Corona-Partys“ und kommen trotz (oder gerade wegen) des Kontaktverbots in größeren Gruppen zusammen.

In Gahmen hatten sich Anwohner einer „öffentlichen Fläche“, wie es die Stadt formuliert, über Lärm beschwert und das Ordnungsamt auf die Ansammlung junger Menschen hingewiesen.

Tatsächlich trafen die Mitarbeiter vor Ort die Gruppe an - und lösten die Party auf. „Alle neun Teilnehmer wurden wurden mit einer Geldstrafe in Höhe von 250 Euro pro Person bedacht“, sagt der stellvertretende Pressesprecher Frank Knoll.

In diesem Zusammenhang machte Knoll auch noch einmal unmissverständlich klar, dass derartige Aktionen deutlich ernstere Konsequenzen haben können als eine Geldstrafe: „So etwas ist gefährlich. Lebensgefährlich.“

Insgesamt seien laut Knoll bis Mittwochmittag (25.3.) 25 Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Rechtsverordnung verhängt worden. Die Bürgermeister des Kreises Unna hatten sich am gleichen Tag drauf verständigt, den vom Land NRW vorgeschlagenen Bußgeldkatalog zu übernehmen - sich aber auch Ermessensspielraum vorzubehalten. „Wenn Kinder auf einem geschlossenen Spielplatz toben, können wir die nicht mit 250 Euro Geldbuße bestrafen“, gab Frank Knoll ein Beispiel.

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