Coronavirus: Auch St.-Marien-Hospital in Lünen spürt Lieferengpässe bei Atemschutzmasken

Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel

Die bundesweiten Lieferengpässe bei Atemschutzmasken für Personal im Gesundheitswesen machen auch vor Lünen nicht halt. Das bestätigt Axel Weinand, Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals.

Lünen

, 04.03.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mediziner hält eine FFP2-Atemschutzmaske, wie sie auch vom Personal des St.-Marien-Hospitals in Lünen getragen wird, in den Händen.

Ein Mediziner hält eine FFP2-Atemschutzmaske, wie sie auch vom Personal des St.-Marien-Hospitals in Lünen getragen wird, in den Händen. © dpa

Die Angst vor dem Coronavirus führt bundesweit zu Lieferengpässen bei Atemschutzmasken und weiterer Schutzausrüstung für das Personal in Arztpraxen, Krankenhäusern und Kliniken. Davon betroffen ist auch das St.-Marien-Hospital in Lünen.

Engpässe auch bei Desinfektionsmitteln

„Ja, es gibt Lieferengpässe beim Mund-Nasen-Schutz, aber auch bei Desinfektionsmitteln“, sagte Axel Weinand, Geschäftsführer des Marien-Hospitals, am Dienstag (3. März), auf Anfrage unserer Redaktion.

Er habe gerade die Nachricht vom Bundesgesundheitsministerium (Berlin) erhalten, dass sich das Ministerium mit zwei großen Herstellern von Atemschutzmasken über eine Produktionsausweitung geeinigt habe, sagte Weinand weiter.

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Ungeachtet dessen zeigte er sich überzeugt, dass es angesichts des noch vorhandenen Materials im Marien-Hospital „noch eine Zeit lang gut gehe“.

Wie lange, dazu machte Weinand auf Nachfrage keine Angaben. Das hänge nicht zuletzt davon ab, wie sich die Sache mit dem Coronavirus entwickle.

NRW-Gesundheitsminister überrascht

Der Mangel an Atemschutzmasken, Schutzanzügen und Desinfektionsmittel war Montagabend auch Thema in der Sendung „Hart aber fair“, an der auch NRW-Gesundheitsminsiter Karl-Josef Laumann (CDU) teilnahm.

„Dass jetzt ein Problem besteht bei Masken und Papieranzügen, das hab ich nicht für möglich gehalten, das finde ich persönlich blamabel“, sagte Laumann vor laufender Kamera: „Dass es an Artikeln mangelt, die man auch ,Cent-Kram‘ nennen kann – das darf uns in unserem Gesundheitssystem nicht mehr passieren.“

In Frankreich werden laut Präsident Emmanuel Macron indes alle Atemschutzmasken vom Staat beschlagnahmt - und dann im Gesundheitswesen verteilt.

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