Zwei weitere Tote in Lünen - niedrige lokale Inzidenz rein symbolisch

Coronavirus

In Lünen gibt es zwei weitere Tote im Zusammenhang mit Corona. Gleichzeitig sinkt die lokale Inzidenz in der Stadt erstmals seit Monaten unter 50. Der Wert ist allerdings symbolisch.

Lünen

, 16.02.2021, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Gesundheitsamt meldet in Lünen acht neue Infektionen mit dem Coronavirus.

Das Gesundheitsamt meldet in Lünen acht neue Infektionen mit dem Coronavirus. © Matthias Stachelhaus

Das Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle in Lünen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Ein 80-jähriger Mann und eine 96-jährige Frau aus der Stadt sind am Dienstag (16. Februar) gestorben. Die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 100.

Obwohl es acht neu gemeldete Coronafälle in Lünen gibt, sinkt die Zahl der aktiven Fälle erneut. Mit 86 aktuell Infizierten (gemeldet) sind es zehn weniger als bei der letzten Meldung am Montag.

Lokale Inzidenz in Lünen unter 50

Außerdem unterschreitet die lokale Inzidenz in Lünen nach Berechnungen unserer Redaktion den Wert von 50 und liegt am Dienstag bei 46,3. Tiefer lag dieser Wert zuletzt am 5. Oktober (41,7). Die Berechnung basiert auf den vorläufig gemeldeten Werten des Gesundheitsamtes in Unna und gibt einen lokal begrenzten Überblick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Lünen.

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Entscheidend sind die Zahlen des Landeszentrums für Gesundheit (LZG) in Bochum. Sie beziehen sich auf den gesamten Kreis Unna, die 7-Tages-Inzidenz wird dort mit 61,3 angegeben, Stand Dienstag, 0 Uhr und liegt damit sogar wieder etwas höher als die Werte der vergangenen Tage.

Das angepeilte Ziel seitens der Politik liegt außerdem bei einer Inzidenz von unter 35. Die Zahlen in Lünen und im gesamten Kreis Unna müssen demnach also weiterhin sinken.

Forscher sieht Ziel der Politik gefährdet

Ob sie das auch tun, hängt auch mit der Ausbreitung von neuen Varianten des Coronavirus zusammen. Der System-Immunologe Michael Meyer-Hermann sieht es als möglich an, dass die ein erreichen des Ziels torpedieren könnten. Sollte sich das Vorkommen der britischen Mutante B.1.1.7 ungünstiger entwickeln als erwartet, könne es sein, dass das Ziel mit dem aktuellen Lockdown nicht zu erreichen sei, erklärt Meyer-Hermann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

In Lünen ist bislang ein Fall mit der britischen Virusvariante bekannt geworden, den das Gesundheitsamt am 9. Februar gemeldet hat. Kreisweit sind, Stand Dienstag, mittlerweile 21 Fälle bekannt, darunter zwei neue am Dienstag.

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die stationär im Krankenhaus behandelt werden, steigt am Dienstag um neun auf jetzt 85 im Kreis Unna an.

Seit Beginn der Pandemie gab es Lünen bislang 3564 gemeldete Infektionen mit dem Coronavirus. 3378 Personen sind davon wieder genesen. Das sind 16 mehr als am Montag.

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