Stadtschul-Pflegschaft sieht Lüner Schulen für Öffnung gewappnet

hzSchul-Öffnung

Wenn Schulen nach der Schließung wieder öffnen dürfen, dann nur unter bestimmten Hygienevorgaben. Die Stadtschul-Pflegschaft Lünen sieht die heimischen Schulen dafür gut aufgestellt.

Lünen

, 22.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab Donnerstag (23.4.) dürfen Schulen schrittweise wieder öffnen. Vorerst für Schüler in prüfungsrelevanten Jahrgängen; also für die, die in diesem Jahr ihr Abitur schreiben oder die zehnte Jahrgangsstufe besuchen. Der Besuch des Unterrichts ist freiwillig. Es gelten jedoch einige Hygienevorgaben des Landes.

Grundvoraussetzung: die Einhaltung des Infektionsschutzes, wie etwa Abstand zueinander zu wahren. Lerngruppen müssen so aufgebaut werden, dass zwischen den Schülern untereinander und den Lehrern der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Ständiger Austausch zwischen Schulen und Elternvertretern

Dass der Unterricht für zumindest eine Gruppe von Schülern wieder losgehen kann, darüber ist Sylvia Quandt, Vorsitzende der Stadtschul-Pflegschaft Lünen (SSPL), erfreut. „Da ich selbst Mutter eines Zehntklässlers bin, bin ich froh, dass die Schulen wieder aufmachen“, sagt Quandt. Als Elternvertreterin ist sie im ständigen Austausch mit den Schulen in Lünen.

In der Heinrich-Bußmann-Schule (HBS) war sie am Dienstagmorgen (21.4.) noch selbst vor Ort und hat sich ein Bild von den dort getroffenen Maßnahmen zur Wieder-Eröffnung gemacht. „Die Vorbereitungen laufen. Die Klassen sind aufgeteilt worden und es gibt Markierungen am Boden, die veranschaulichen, wie man sich durch die Schule bewegen soll“, sagt Quandt. Putzkräfte sollen laut Quandt in Intervallen kommen, Desinfektionsmittel stünden genügend bereit. Ebenso wie Papierhandtücher und Seife in jedem Klassenraum.

Mundschutz-Pflicht wäre für Quandt „nicht notwendig“

Sie ist überzeugt: „Die Schulen wissen, was zu tun ist und worauf sie achten müssen.“ Von einer Mundschutz-Pflicht in der Schule hält sie nicht viel. „Die Schüler, die ab Donnerstag wieder zur Schule gehen dürfen, sind doch nicht mehr klein. Die wissen, dass sie sich nicht in die Arme fallen und Abstand zueinander halten sollten.

In der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule (KKG) gibt es eine „dringende Mundschutz-Empfehlung“ für die Schüler. Darüber hinaus sollen hier nur acht Schüler gleichzeitig pro Raum sitzen, die Empfehlung des Landes sieht maximal 15 Schüler pro Raum vor, berichtet zumindest Robert Goelzner, Pressesprecher der SSPL. Er findet die Mundschutz-Empfehlung an der KKG sinnvoll: „Wer einen Mundschutz trägt, fasst sich automatisch weniger ins Gesicht.“ Außerdem hält er es doch für denkbar, dass Schüler nach der längeren Zeit dicht beieinander stehen.

Das Land NRW hatte am Mittwoch (22.4.) entschieden, dass im ÖPNV und beim Einkaufen ab Montag (27.4.) eine Mundschutzpflicht besteht.

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