Das betrifft viele Gruppen: Bürgerhaus Horstmar muss für zwei Monate komplett schließen

hzSanierung verzögert sich

Zu Komplikationen ist es bei den Sanierungsarbeiten am Bürgerhaus Horstmar gekommen. Das hat Konsequenzen für die Nutzer. Bis zum 31. März muss das Haus komplett geschlossen bleiben.

Horstmar

, 03.02.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gerüste am Bürgerhaus Horstmar werden wohl noch länger dort stehen. Das hat Auswirkungen auch auf die Nutzung: Von Anfang Februar bis Ende März können sich im Bürgerhaus Horstmar keine Gruppen und Vereine treffen. Auch das Büro ist geschlossen. Der Grund ist eine Verzögerung für die Elektroarbeiten der neuen Brandschutzanlage. Sie haben sich in den Februar verschoben.

„Die Decke im Saal musste entgegen der ursprünglichen Erwartung aufgeschlitzt werden“, erläutert Martin Püschel, Vorsitzender des Trägervereins, das Problem. Dadurch konnte die Elektrik nicht wie geplant installiert werden.

Auf Nummer sicher gehen

Jetzt wolle man auf Nummer sicher gehen und das Haus für zwei Monate komplett abmelden. Zweimal habe man die Nutzer zwischenzeitlich wieder ausladen müssen. Das solle nicht noch mal passieren. „Wir gehen erstmal vom Schlimmsten aus. Wenn die Arbeiten früher fertig sind, werden wir auch früher öffnen“, so Püschel. Bekanntlich werden am Bürgerhaus Horstmar umfangreiche Renovierungsarbeiten mit Schwerpunkt Brandschutz durchgeführt. Das lässt sich die Stadt 650.000 Euro kosten. Zwischenzeitlich ist auf dem Dach eine moderne Sirenenanlage montiert worden. Sie zählt zu den 28 Standorten in Lünen, die nach und nach aufgebaut werden, um im Notfall die Bevölkerung zu warnen.

Bombenschäden vermutet

Zudem wird das Dach neu gedeckt und das Gebäude von außen frisch gestrichen. Als im Zuge der Dacharbeiten die Verkleidung abgenommen wurde, hat sich ein Problem herausgestellt: Der Dachstuhl lag nicht mehr an allen Stellen so auf, wie er sollte. Vermutlich habe das mit Bombenschädigungen zu tun. Durch die Sanierungsarbeiten gibt es in dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude künftig mehr Raum. Denn durch Brandschutzmängel war einiges nicht nutzbar. Auch wegfallende Zwischenwände ermöglichen mehr Platz.

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Das Bürgerhaus ist ein beliebter Treffpunkt geworden. Es ist eine Begegnungsstätte mit Jugendcafé. In der Woche kommen dort Gruppen und Vereine zusammen. Am Wochenende können die Räume für Feiern gemietet werden.

Ursprünglich war das Bürgerhaus 1908 als Casino für das Personal der Zeche Preußen II von Harpen gebaut worden. Kurzzeitig wurde es als Gemeindehaus der evangelischen Kirche genutzt, war aber auch von 1952 bis 1962 Wohnhaus für Bergbaulehrlinge. 1985 hat die Stadt das Gebäude nach längerem Leerstand gekauft und als Bürgerhaus konzipiert. Denn im Stadtteil fehlten durch den Rückgang von Kneipen zunehmend Treffpunkte.

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