Das Tauben-Problem: Wie andere Städte mit den Vogel-Schwärmen umgehen

Fußgängerzone

Hausbesitzer und Anwohner der Fußgängerzone rund um die Lippebrücke in Lünen haben ein Problem mit großen Tauben-Schwärmen. Andere Städte haben auf kreative Lösungen gesetzt.

Lünen

von Antonia Gutzmann

, 14.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Tauben-Problem: Wie andere Städte mit den Vogel-Schwärmen umgehen

Tauben sorgen auch in Lünen für Ärger. Doch es gibt Lösungsvorschläge. © picture-alliance / dpa

Nach unserem Bericht über das Taubenhaus von Lünen hat sich Frank Wagner in der Redaktion gemeldet. Er weiß: Andere Städte konnten die Verschmutzung durch Tauben und ihre unverhältnismäßige Vermehrung eindämmen.

Wagner bezieht sich dabei auf das „Augsburger Stadttaubenkonzept“. Dabei handelt es sich um ein „tierschutzgerechtes Konzept zur Regulierung der Stadttauben“. Es wurde von ansässigen Tierschutzvereinen und der Stadt erstellt, nachdem sich Anwohner über mehrere Jahre hinweg über die Tauben beschwert hatten.

Die Stadt reagierte zuerst, indem die Tauben einfach abgeschossen wurden. Das hatte allerdings keine Verringerung des Bestandes zur Folge und rief außerdem Tierschützer auf den Plan.

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Die Alternative: Es wurden Taubenschläge eingerichtet, in denen die Tauben versorgt und die gelegten Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden können. Diese werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert.

Die Taubenschläge können an verschiedenen Orten errichtet werden, beispielsweise in Dachstühlen, Parkhäusern oder auf Flachdächern. Betreut werden sie unter anderem von dort ansässigen Tierschutzvereinen.

Der Erfolg stellt sich vor allem durch die Anzahl entnommener Eier und die Menge des gebundenen Kotes dar. In der Stadt Augsburg wurden jährlich bis zu 5 Tonnen Kot aus den Taubenschlägen geholt.

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