Die letzte Bierkneipe Brambauers feiert 30-jähriges Bestehen

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Brodelnde Geselligkeit, Treffpunkt zahlreicher Vereine, Darten und Frikadelle aus der Hand: All das gibt es in Brambauers uriger Stadtschänke am Eck. Und das seit inzwischen 30 Jahren.

Brambauer

, 26.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Brambauer gibt es sie noch: Die gute alte Eckkneipe, mit Bier, Frikadelle oder Mettwurst aus der Hand, dazu reichlich Dönekes am Tresen.

In der Stadtschänke Ecke Königsheide/ Gustav-Sybrecht-Straße, bei Gabriela und Hartmut Sommerfeld, dem Wirtsehepaar der Brambauer Traditionsgaststätte, gibt es das seit inzwischen 30 Jahren.

„Eigentlich begann unsere Zeit in der Gastronomie schon zehn Jahre früher. Wenige Schritte neben unserer heutigen Gaststätte hatten wir eine Imbissbude. Schnitzel mit Pommes, mein über die Stadtgrenzen bekanntes Räuberfleisch oder die beliebte Currywurst, auch noch heute ein Renner auf Bestellung, waren gefragt“, erinnerte sich der gelernte Metzger an seine beruflichen Anfangsjahre.

Nachdem das Imbiss-Gebäude der Abrissbirne zum Opfer fiel und einem Wohnhaus weichen musste, folgte der Umzug in das damals leer stehende Gebäude.

Stammkneipe für viele

Am 22. Februar 1990 war es dann endlich soweit. Stammgäste sammelten sich und eine Sparclubgemeinschaft, die Grünröcke der früheren 4. Kompanie des Schützenvereins Brambauer wählten die Schenke zur Vereinskneipe.

Skatbrüder, ein Dart- und Knobelclub und der Knappenverein Brambauer fanden bei Gabriela und Hartmut Sommerfeld ein neues Zuhause. Allesamt gaben sich dort die Klinke in die Hand und belebten unter anderem mit ihren Vorstandssitzungen den Festsaal der Stadtschänke.

Feierlichkeiten

Drei-Tage-Party zum 30-jährigen Bestehen

Vom 21. bis 23. Februar feiern Gabriela und Hartmut Sommerfeld 30 Jahre Bestehen der Stadtschenke. Dazu haben sich der Dortmunder Karnevalsprinz sowie Vertreter des Getränkehandels Gefromm und Brinkhoff`s angekündigt. Gerüchteweise erhält das Wirtsehepaar dann eine Jubiläumsurkunde aus den Händen der Brauereivertretung. Wer abseits der Jubiläumstage in die Stadtschänke einkehren möchte, kann dort täglich ab 10 Uhr vorbeischauen. Außer montags, dann ist Ruhetag.

„Von der Vielzahl an Vereinen halten uns bis heute der Knappenverein, die Schützen und die Sparclubmitglieder die Treue. Natürlich auch zahlreiche Stammgäste. Das sind alles gute Freunde von uns geworden“, freut sich Gabriela Sommerfeld über den festen Kern an Gästen.

Ehemann Hartmut ergänzt: „Wir sind eine der letzten Bierkneipen hier in Brambauer und noch lange nicht fertig. Auch wenn das Geschäft etwas rückläufig ist, machen wir weiter. Trotz anders lautender Gerüchte.“

Besonders schön sei der tägliche Frühschoppen: „Jeder ist mit jedem per Du. Einfach so wie üblich, hier im Revier“, erzählt der 68-jährige Wirt.

Die letzte Bierkneipe Brambauers feiert 30-jähriges Bestehen

Bei Gabriela Sommerfeld stand auch in den früheren Jahren das Gesellige im Mittelpunkt. © Michael Blandowski

Gekellnert wird auch mal barfuß

Natürlich werden auch Feste wie Karneval und Silvester gesellig gefeiert, regelmäßig gibt es Live-Fußball-Übertragungen. Unterstützt wird das Wirts-Duo von den Kellnerinnen Heidi Hasig und Lilly Maul. Letztgenannte kellnert sogar manchmal barfuß - allerdings nur zu besonderen Anlässen.

„Der Wirt ist mein bester Freund. Darten oder Knobeln, dazu ein kühles frisch gezapftes Pils. Für mich ist die Stadtschänke mein Zuhause“, sagt Stammgast Karl-Heinz Schulz.

Auch Michael Köhler, im Dorf Brambauer besser bekannt als „Dr. Ton“, ist seit zwei Jahrzehnten Stammgast. Er kann seinem Knobelbruder nur beipflichten und lobt die gute Atmosphäre.

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