Die Lüner Friedrich-Ebert-Schule wird saniert

Förderzentrum Nord

An der Friedrich-Ebert-Schule in Lünen tut sich gerade einiges. Elektroarbeiten stehen an, die Schule bekommt außerdem einen neuen Anstrich und muss an das Telefonnetz des Kreises angeschlossen werden. Wir haben uns einen Überblick über die Arbeiten verschafft.

LÜNEN

, 02.08.2016, 05:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am neuen Förderzentrum Nord finden zurzeit Baumaßnahmen statt.

Am neuen Förderzentrum Nord finden zurzeit Baumaßnahmen statt.

„Es wird zahlreiche Neubeschaffungen wie Schülertische und -stühle geben, die in der zweiten Ferienhälfte geliefert werden. Vieles werden wir aber voraussichtlich auch aus dem Bestand der Schule übernehmen“, so Anja Seeber, stellvertretende Sachgebietsleiterin für Schulen und Bildung des Kreises Unna.

Auf dem Schulhof sind zurzeit Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) tätig, die sich an den hohen Zweigen der Weiden zu schaffen machen und einiges abholzen. „Wir sind die Baumkolonne“, erklärt Martin Grunwald. Gemeinsam mit Jason Meakin stutzt er vor allem Trockenholz und minimiert so die Unfallgefahr durch herunterfallende Äste. „So etwas machen wir gerne in den Ferien, da haben wir nicht so viele Zuschauer“, erklärt er. 

Schule ist einer von drei Standorten

Dann sägt er allerdings schwungvoll und mit viel Elan die Weidenäste ab – Fotokameras scheinen ihn bei der Arbeit nicht weiter zu stören. Am 1. August wird aus der Friedrich-Ebert-Schule in Lünen einer von drei Standorten des Förderzentrums Nord und Süd. Die anderen beiden befinden sich in Selm und Unna. 

Rund 525 Schüler werden das kommende Schuljahr in den beiden Förderzentren antreten – etwa 185 davon werden in Lünen unterrichtet. Zum 1. August geht die Friedrich-Ebert-Schule von der bisher städtischen in die Trägerschaft des Kreises Unna über.

Klassen- und Differenzierungsräume

Dafür laufen seit Mitte letzten Jahres die Vorbereitungen: „Es gab Begehungen der Schule durch die alte, städtische und die neue Schulleitung durch den Kreis Unna“ , so Anja Seeber. Künftig soll es neben den normalen Klassenräumen auch so genannte Differenzierungsräume für Förderschwerpunkte, Fachräume wie einen Computerraum und einen Werkraum sowie eine Lehrküche geben.

Eine eigene Turnhalle wird es für den Förderstandort in Lünen vorerst nicht geben. Für den Sportunterricht wurden entsprechende Nutzungsvereinbarungen mit der in der Nähe gelegenen Osterfeld-Grundschule getroffen. „Der Wunsch nach einer eigenen Turnhalle ist der Schulleitung bekannt. Bis der umgesetzt werden kann, wird jedoch noch Zeit ins Land gehen“, sagte Anja Seeber.

Ausschreibung für einen Caterer läuft

„Der finanzielle Rahmen muss dafür gegeben sein.“ Auch der Schwimmunterricht werde mit Schulstart möglich sein, so Seeber. Um die Schüler in Lünen mit einem warmen Mittagessen zu versorgen, soll noch in diesem Jahr der Anbau einer Mensa an das Schulgebäude beginnen.

„Wir hoffen, dass die Mensa zum Beginn des Schuljahres im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden kann“, sagt Anja Seeber. Die Ausschreibung für einen Caterer laufe derzeit, so die Sachgebietsleiterin. „Wir haben übergangsweise zwei Räume inklusive Essbereich entsprechend hergerichtet, in denen die Schüler bis zur Eröffnung der Mensa ihr Mittagessen zu sich nehmen können“, so Seeber.

45 Schüler kommen aus Werne

Zu den 185 Schülern am Standort Lünen werden in Zukunft auch Schüler der ehemaligen Barbaraschule in Werne gehören. Die konnte die gesetzlich vorgegebene Mindestgröße an Schülern nicht mehr erfüllen. „Es war klar, dass wir diese Vorgaben nur mit einer kreisweiten Lösung schaffen können“, erklärt Seeber. Etwa 45 Schüler werden täglich von Werne nach Lünen pendeln.

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