Einbruchserie in Lünen, Dortmund und Umgebung: Diese Strafe droht dem Bohrloch-Einbrecher

Landgericht Bochum

Dem trickreichen „Bohrloch-Einbrecher“, der auch in Lünen und Dortmund abgeräumt haben soll, droht eine empfindliche Haftstrafe. Der Termin für das Urteil steht ebenfalls schon fest.

Bochum/Lünen/Dortmund

, 04.06.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einbruchserie in Lünen, Dortmund und Umgebung: Diese Strafe droht dem Bohrloch-Einbrecher

Der Prozess gegen den „Bohrloch-Einbrecher“ findet im Bochumer Justizzentrum statt. © Werner von Braunschweig

Im Prozess gegen den geständigen Serieneinbrecher, der vor mehr als drei Jahren in Waltrop, Lünen und Dortmund mit einem „Bohrloch-Trick“ sein Unwesen getrieben hat, hat Staatsanwältin Tina Esdar am Dienstag am Bochumer Landgericht die Verhängung von fünf Jahren Haft beantragt. Das Urteil wollen die Richter am kommenden Freitag (7. Juni) verkünden.

Der Angeklagte hatte im Prozess zwölf von 13 angeklagten Taten eingeräumt. Einzig an einen Einbruch in der Dortmunder Erpinghofsiedlung wollte sich der 41-Jährige angeblich nicht erinnern können. Laut Geständnis war er bis zum Januar 2016 gemeinsam mit seinem im Juni 2017 bereits zu viereinhalb Jahren Haft verurteilten Komplize siebenmal in Waltrop, dreimal in Lünen und dazu noch jeweils einmal in Seelitz und Rochlitz (beides in Sachsen) in Wohnhäuser eingestiegen. Die Tatorte in Lünen-Brambauer lagen an der Elsa-Brändström-Straße, der Friedhofstraße und der Lorenzstraße. Die Beute: Bargeld, Luxusuhren, Notebooks, Kameras und Handys und Schmuck.

In seinem Geständnis hatte der 41-Jährige auch erklärt, vor den Einbruchscoups stets Kokain konsumiert zu haben. Auch die Beute sei immer für den Erwerb neuer Drogen draufgegangen. Obwohl ein Sachverständiger am Dienstag eine parallele Einweisung in eine Entziehungsanstalt befürwortete, sah die Staatsanwaltschaft von einem solchen Antrag ab.

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