Erst gedrängelt, dann ausgebremst: Aber wer hat den Transporter auf der B236 gefahren?

hzProzess am Amtsgericht

Das hätte böse enden können - ein Transporter drängelte erst auf der B236, weil ihm ein Pkw zu langsam fuhr. Dann bremste der Fahrer den Pkw auch noch aus. Nun landete der Fall vor Gericht.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 15.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf der B236 sollte ein Lüner einen anderen Autofahrer bedrängt und zu einer Vollbremsung genötigt haben. Vor dem Amtsgericht beteuerte der 23-Jährige jetzt seine Unschuld – letztlich mit Erfolg.

Der Vorfall ereignete sich am Abend des 1. März auf dem Zubringer zur A2. Der Mann in einem Transporter fuhr dicht auf den Wagen vor ihm auf, hupte und blendete auf.

Dann überholte er von rechts, setzte sich vor den Pkw und bremste ihn bis zum Stillstand aus. Der Transporter, der zur Flotte einer Leihwagenfirma gehörte, das ergaben spätere Nachforschungen, sollte an dem Tag von dem Lüner nach Neuss überführt werden. Also fiel der Verdacht auf den 23-Jährigen.

Im Prozess wegen Nötigung versicherte der nun aber, sich zum fraglichen Zeitpunkt im Bereich Hannover befunden zu haben. „Ich saß nicht in dem Auto“, bekundete er und verwies darauf, dass einer seiner Mitarbeiter das Auto gefahren haben müsse.

Mann passt von der Statur her ins Bild

Dazu nannte er einen Namen. Sein Bruder und dessen Freundin bestätigten sein Alibi im Zeugenstand. Darüber hinaus konnten der Geschädigte und dessen Ehefrau nach dem flüchtigen Moment in der Dunkelheit mit Blick auf den Lüner nur sagen, dass er von der Statur her ins Bild passe. Folge: Der Fall endete mit einem Freispruch. Nun aber muss sich der Mitarbeiter des Angeklagten auf einen Prozess einstellen.

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