Ukraine-Krieg

Erste Sporthalle in Lünen wird zur Unterkunft für ukrainische Vertriebene

Bislang sind 265 Geflüchtete aus der Ukraine in Lünen angekommen. Kurzfristig wird jetzt eine Sporthalle zur Unterkunft, um möglichst schnell viele Menschen unterbringen zu können.
Die Sporthalle der Osterfeldschule soll kurzfristig zu einer Unterkunft für Vertriebene Menschen aus der Ukraine umgebaut werden.
Die Sporthalle der Osterfeldschule soll kurzfristig zu einer Unterkunft für Vertriebene Menschen aus der Ukraine umgebaut werden. © Daniel Magalski

Die Stadt Lünen wird die Sporthalle der Osterfeldschule an der Bismarckstraße als zwischenzeitliche Unterkunft für aus der Ukraine vertriebene Menschen herrichten. Das gibt die Stadtverwaltung nach einer entsprechenden Entscheidung des Koordinierungsstabes „für humanitäre Hilfe für die Vertriebenen aus der Ukraine“ bekannt.

„Es handelt sich hierbei um eine kurzfristige Lösung“, erklärt Daniel Claeßen, Pressesprecher der Stadt Lünen. Bis Donnerstag (18. 3.) hat die Stadt 265 Vertriebene aus der Ukraine aufgenommen.

„Wir nutzen bereits viele Unterbringungsmöglichkeiten im gesamten Stadtgebiet und arbeiten aktuell eng mit den Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften in Lünen zusammen“, so Claeßen weiter.

Dennoch müssten in der aktuellen Lage mehr Kapazitäten geschaffen werden. „Ziel ist es, schnell eine größere Anzahl von Menschen unterbringen und versorgen zu können“, betont Claeßen.

Möbel sollen in den nächsten Tagen kommen

Wann Menschen in die Halle einziehen werden, ist noch nicht bekannt. Laut Verwaltung soll die Halle möglichst in den nächsten Tagen mit Möbeln ausgestattet werden.

Das Team Schule und Sport der Stadt Lünen arbeite derweil an Lösungen für die Osterfeldschule, für die Leoschule und für die Sportvereine, die die Halle regulär für den Sportunterricht beziehungsweise Vereinssport nutzen.

Schulen arbeiten an Alternativen für Sportunterricht

In den beiden Grundschulen wird bereits an alternativen Konzepten für Sportunterricht ohne Sporthalle gearbeitet. „Die grundsätzliche Notwendigkeit, Flüchtlinge in Lünen unterbringen zu können, sehen auch wir“, sagt Iris Lüken, Schulleiterin der Osterfeldschule am Freitag (18. 3.). Der Sport an der Schule soll in der Zwischenzeit entweder in Klassenräumen oder – sofern das Wetter es schon zulässt – draußen stattfinden.

„Coronabedingt sind wir da – leider – ja schon erprobt“, erklärt Matthias Flechtner, Schulleiter der Leoschule. Wie gut sich der Sportunterricht sich auf den Schulhof verlegen lasse, müsse man in der Schule noch schauen. „Ich möchte betonen, dass Flüchtlinge natürlich untergebracht werden müssen“, so Flechtner.

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