Ex-Partnerin geschlagen und gebissen: Angeklagter gab sich reumütig

Amtsgericht

Als das Paar noch zusammen war, hat es oft gekracht. Dann eskalierte ein Streit. Der Mann hat die Mutter seines Kindes nicht nur geschlagen, sondern auch gebissen. Vor Gericht zeigte er Reue.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 03.07.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte zeigte Reue. Das Amtsgericht Lünen hat das Verfahren gegen 100 Euro Schmerzensgeld eingestellt.

Der Angeklagte zeigte Reue. Das Amtsgericht Lünen hat das Verfahren gegen 100 Euro Schmerzensgeld eingestellt. © Bill Oxford / Unsplash

Im Streit wurde ein Lüner gewalttätig, attackierte seine ehemalige Lebensgefährtin. Nun stand der 44-Jährige wegen Körperverletzung vor dem Amtsgericht. Dort leistete er überraschend Abbitte für seinen Ausbruch.

Auseinandersetzungen zwischen dem einstigen Paar standen damals offenbar auf der Tagesordnung. Doch am 9. Oktober eskalierte die Situation. Laut Anklage schlug der Lüner auf die Mutter seines Kindes ein und biss sogar zu. Sie erstattete daraufhin Anzeige und er erhielt kurz darauf einen Strafbefehl, sollte 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Der 44-Jährige legte Einspruch ein.

Versöhnliche Worte

Nun wurde der Fall im Amtsgericht verhandelt und die Verteidigerin äußerte im Namen des Angeklagten versöhnliche Worte. Ein gewalttätiger Übergriff wurde gar nicht in Abrede gestellt. Vielmehr ging es der Anwältin des Lüners darum, das Ganze ohne Verurteilung zu beenden – auch mit Blick darauf, dass die Parteien, was das Sorgerecht für das gemeinsame Kind betraf, künftig eine gütliche Lösung finden sollten. Sie regte eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 1000 Euro Schmerzensgeld für die Geschädigte an. Zudem war der Angeklagte zu einer persönlichen Entschuldigung bereit und sprach die auch aus: „Du weißt, dass es mir leid tut.“ Daraufhin wurde das Verfahren tatsächlich eingestellt – gegen die 1000 Euro Schmerzensgeld.

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