Fahrverbot und Geldstrafe: 55-Jähriger zu schnell und mit zuviel Alkohol im Blut unterwegs

Gericht

Er wusste, was er tat. Aber der 55-Jährige riskierte es. Nun stand der Mann wegen seiner Vergehen vor Gericht - und war entwaffnend ehrlich.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 02.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dem 55-jährigen Lüner war bewusst, dass er zu schnell mit seinem Roller unterwegs war.

Dem 55-jährigen Lüner war bewusst, dass er zu schnell mit seinem Roller unterwegs war. © picture-alliance/ dpa

Sein Roller war zu schnell. Das wusste ein Lüner sehr wohl. Auch war er sich bewusst, dass eine Fahrt ohne Führerschein dann strafbar ist. Dennoch stellte er sein Glück auf die Probe. Vor Gericht verblüffte er mit verhängnisvoller Offenheit.

Rund 20 Eintragungen ins Strafregister seit Beginn der 80er-Jahre – darunter auch Verurteilungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der 55-Jährige, der sogar schon Hafterfahrung machte, hätte es besser wissen müssen. Und doch hoffte er am Abend des 24. August offenbar darauf, nicht ertappt zu werden. Er hatte Pech: Auf der Hans-Böckler-Straße wurden er und sein Roller, der weit davon entfernt war, nur 25 Stundenkilometer zu fahren, von der Polizei gestoppt. Zu allem Überfluss hatte der Lüner auch noch etwa 0,7 Promille im Blut.

Mit Motorradhelm unter dem Arm erschien der 55-Jährige nun zu seinem Prozess vor dem Amtsgericht. „Was soll ich sagen? Das stimmt ja so“, nickte er den Vorwurf förmlich ab. Auch gab er gleich mit zu, mit dem Roller vor Ort zu sein. „Der fährt nur 33“, versicherte er und begriff nur langsam, dass auch das noch zu schnell und somit verboten war. Als es ihm dämmerte, kündigte er an, das Gefährt drosseln zu lassen. Eine gute Idee, denn die Fahrt im August kam ihn teuer genug zu stehen: 2000 Euro Geldstrafe und einen Monat Fahrverbot. Zeit, um für die Drosselung zu sorgen.

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