Firmlinge und Geflüchtete kochen gemeinsam syrisch

Kolpingfamilie

Vorurteile abbauen durch Begegnungen - das funktioniert oft. Darauf setzten jetzt auch Jugendliche aus der katholischen Herz Mariä-Gemeinde. Sie trafen sich mit Geflüchteten aus Syrien.

Horstmar

04.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Firmlinge und Geflüchtete kochen gemeinsam syrisch

Firmlinge aus dem Lüner Süden und Geflüchtete aus dem Nahen Osten trafen sich zum gemeinsamen Kochen. © Rolfes

Im Rahmen der Firmvorbereitung nehmen die Firmbewerber im pastoralen Raum Lünen an verschiedenen Aktionen unter dem Motto „Tatendrang“ teil.

Am Sonntag (3.) trafen Firmbewerber, Geflüchtete aus Syrien und dem Irak und die Organisatoren der Kolpingsfamilie Lünen-Horstmar/Niederaden im Pfarrheim Herz-Mariä zusammen, um gemeinsam zu kochen und andere Menschen und Kulturen kennenzulernen.

Typisch syrisches Reisgericht

Eine syrische Frau hatte Lebensmittel mitgebracht, um ein typisches syrisches Reisgericht , Ozzy, zu kochen, eine andere brachte die Zutaten für „Taboule“, einen Salat mit viel Petersilie, Tomaten, Zitronensaft und Bulgur mit. Außerdem wurden kleine Pizzastücke, verschiedene Gemüsesorten und Rosenkohl mit Schinken vorbereitet. Die Zubereitung ging schnell von der Hand, da viele fleißige und interessierte Menschen zusammengekommen waren.

Das Gespräch am Rande wurde schnell zum Mittelpunkt, als der irakischer Vater und seine 16-jährige Tochter über die Gründe und Wege ihrer Flucht berichteten. Die sechsköpfige Familie konnte aufgrund der Arbeit des Vaters nicht mehr sicher im Irak leben.

Kuriositäten aus der deutschen Sprache

Die Tochter geht seit drei Jahren in Lünen zur Realschule, spricht sehr gut Deutsch und berichtet von Kuriositäten mit der deutschen Sprache. Sie lernte irgendwann das Wort „Tschüss“, kurz gesprochen und wendete es normal an. Als mal jemand diesen Abschiedsgruß klangvoll langzog, „Tschühüss“, dachte sie zunächst, es wäre eine Beleidigung. Zum Glück klärte sich diese Situation schnell auf und alle lachten über diese Begebenheit der deutschen Sprache.

Das vielfältige, internationale Essen schmeckte allen sehr gut, so Monika Rolfes, Vorsitzende der Kolpingsfamilie. Die Kolpingsfamilie hat schon öfter Veranstaltungen dieser Art durchgeführt.

Vorbereitung auf Firmung

Für die geflüchteten Menschen gab es eine gute Gelegenheit Deutsch zu sprechen und Menschen kennenzulernen, und für die Firmbewerber war dieser Abend der Begegnung eine gute Vorbereitung auf ihre Firmung im November und den weiteren Weg in einem christlichen Leben.

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