Freiwillige für Spargelernte in Lünen - Noch Hoffnung auf Saisonarbeiter aus Osteuropa

hzCoronakrise

Jedes Jahr kommen sie, die Saisonarbeiter aus Osteuropa, um auch bei Vitus Schulze-Wethmar in Lünen den Spargel zu stechen. Aber die Grenzen sind wegen des Coronavirus dicht. Die Lage ist unklar.

Lünen

, 23.03.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für Vitus Schulze-Wethmar gibt es seit Tagen fast kein anderes Thema mehr: Wie soll der Spargel aus dem Boden, wenn keine Arbeiter da sind? Die Grenzen sind inzwischen wegen des Coronavirus meist dicht, die Arbeiter, von denen manche seit mehr als zehn Jahren nach Lünen reisen, kommen nicht durch.

Inzwischen, so berichtet Schulze-Wethmar, haben sich viele Freiwillige aus Lünen gemeldet, die helfen wollen. Mit ihnen so sagt er, werde er reden und besprechen, in welcher Form das möglich ist.

40 bis 50 Vollzeitkräfte

Üblicherweise braucht Schulze-Wethmar nach eigenen Angaben etwa 40 bis 50 Vollzeitkräfte, die auf dem Feld anpacken.

Die Nachrichtenlage ändere sich ständig, sagt der Landwirt. Noch hat er die Hoffnung nicht aufgeben, dass am Montag (23.3.) vielleicht doch der ein oder andere Arbeiter aus Osteuropa in Wethmar auftaucht. Flüge sind gebucht, aber, so sagt Schulze-Wethmar, „das heißt noch lange nicht, dass das auch klappt.“

Sollten Arbeiter durchkommen, dann könnten sie direkt mit die Vorbereitungen für die Spargelernte beginnen. Noch sei alles im grünen Bereich, was die Ernte angehe.

Vitus Schulze-Wethmar denkt aber in diesen Tagen nicht nur an sich und seine Probleme, sondern auch an die Saisonarbeiter, die seit vielen Jahren ihr Geld auf seinen Feldern verdienen: „Es tut mir so leid.“

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