Friedhofskapelle in Horstmar renoviert: Freundliche Farben, neue Stühle und neues Pflaster

hzEvangelischer Friedhof

Schon länger wird in der Friedhofskapelle auf dem evangelischen Friedhof in Horstmar renoviert. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen. Manches hat sich verändert, anderes ist geblieben.

Lünen

, 17.01.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2018 war ständig Betrieb rund um die Kapelle auf dem evangelischen Friedhof in Horstmar. Erst musste die Feuchtigkeit aus den Wänden, dann wurde gestrichen - innen wie außen -, außen wurde neu gepflastert und zu guter Letzt kamen die neuen Stühle. Jetzt ist erstmal alles fertig - und die Beteiligten sind froh darüber.

Alles freundlicher und heller

„Es wirkt jetzt alles viel freundlicher und heller“, sagt Peter Freudenthal, der das Projekt als Architekt mit begleitet hat. In nur in Nuancen unterschiedlichen Weiß-Tönen haben die Verantwortlichen die Wände und die Pfeiler streichen lassen. Vorher waren die teilweise dunkelgrün.

So zwei bis zehn Mal pro Monat, schätzt Pfarrerin Kathrin Stückrath, sei die Kapelle momentan in Benutzung, da gebe es große Schwankungen. Viele Bestatter bieten mittlerweile selbst Räumlichkeiten zum Abschied nehmen an. 80 Plätze, wie die Kapelle in Horstmar, bieten aber die wenigsten.

Neue Stühle aus Kiefernholz

Hell wie die Wände ist auch das Kiefernholz der neuen, bequemen Stühle, die alleine 20.000 Euro in der Anschaffung gekostet haben. Geblieben und wieder aufgearbeitet ist die außergewöhnliche, kunstvoll gestaltete Bleiglas-Wand an der Südseite. Abstrakte Linien, starke Farben - Pfarrerin Stückrath sieht darin die Lebenslinien der Verstorbenen, von denen die Angehörigen in der Kapelle Abschied nehmen.

Friedhofskapelle in Horstmar renoviert: Freundliche Farben, neue Stühle und neues Pflaster

Friedhofsgärtner Heiko Wolf, Baukirchmeister Jürgen König, Pfarrerin Kathrin Stückrath und Architekt Peter Freudenthal vor der renovierten Friedhofskapelle in Horstmar. © Fröhling

Zum freundlichen Gesamt-Eindruck soll auch das neue Pflaster rund um die Kapelle beitragen, wo zudem das Gebüsch entfernt wurde. Der direkte Eingangsbereich wurde dabei farblich noch einmal heller abgesetzt - ein Ort der Versammlung für die Angehörigen.

Komplett neu ist das hölzerne Kreuz an der Fassade. Es lag im Keller der Kirchengemeinde in Gahmen und hat jetzt in Horstmar seinen neuen Platz gefunden.

Sechsstelliger Betrag für die „neue Einladung“

In der langen Bauzeit konnten die Veranstaltungen in der Kapelle größtenteils wie gewohnt stattfinden, nur selten war es zu laut dafür. Die Renovierung, organisiert durch Friedhofs- und Bauausschuss der evangelischen Kirchengemeinde, kostete am Ende einen niedrigen sechsstelligen Betrag.

Die Kapelle sei „keine Weltarchitektur“, meint Architekt Freudenthal, aber die kleinen, harmlos erscheinenden architektonischen Veränderungen machten „in ihrer Zuwendung als Gesamtheit die Horstmarer Friedhofskaplle zu einer neuen Einladung“.

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