Drei Wochen bis zum Haarschnitt: Lüner Friseure sind gefragter denn je

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Wer nach Wochen der coronabedingten Schließungen der Friseure dringend ein Styling nötig hat, muss sich lange gedulden. Die meisten Friseure sind bis auf Weiteres ausgebucht.

Lünen

, 06.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Waschen, schneiden, föhnen, färben: endlich ist das wieder möglich. Wer sich aber nicht schon längst einen Termin gesichert hat, der muss fast überall lange warten.

  • Zwei Wochen sind es bei Söhret´s Haardesign (Rudolph-Nagell-Straße),
  • Hair & Nailstyle Daya (Alstedder Straße) hat kommende Woche wieder Termine frei,
  • bei Petra Gaide (Gahmener Straße) gibt es für Kleinigkeiten auch mal Platz zwischendurch, aufwändigeres Haardesign aber muss warten bis zur letzten Maiwoche.
  • Auch bei Christiane Belz (Borker Straße) ist bis zum 25. Mai alles ausgebucht,
  • im Haarhaus Twieling (Lange Straße) gibt es in den kommenden zweieinhalb Wochen keine freien Termine mehr.
  • Bei Hörning Haardesign (Dortmunder Straße) müssen Kunden, die spezielle Färbetechniken wünschen, sogar bis Anfang Juni warten,
  • ebenso wie bei Andreas Krohn (Im Drubbel) und auch bei Klier (Viktoriastraße) sind zwei bis drei Wochen Wartezeit in Kauf zu nehmen.
  • Sandra Mutzke (Top Hair, Münsterstraße) ist so ausgelastet, dass ein Band mit der Nachricht, ab Ende Mai seien wieder Termine frei, läuft. Man rufe zurück.
  • Lediglich im Salon Middel (Cappenberger Straße) heißt es: „Wir haben zwar sehr gut zu tun, aber es gibt auch immer wieder Lücken.“
  • Und beim Friseursalon Eda (Königsheide) wird man sogar gefragt: „Wollen Sie heute oder morgen einen Termin?“

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Keine Schlangen vor den Salons

Lange Schlangen vor den Salons bilden sich dennoch keine. Die Hygiene-Auflagen geben vor, dass keine Warteplätze zur Verfügung stehen. „Alle rufen an, es läuft sehr geregelt“, berichtet unter anderem Dirk Twieling. Die anderen Auflagen - zum Beispiel für jeden Kunden einen neuen Umhang bereit zu stellen, die Sicherheitsabstände (auch zwischen den Stühlen) einzuhalten, die Kunden bei Eintritt einen Fragebogen ausfüllen zu lassen oder die Reinigung der Stühle nach jedem Besucher - das alles sei schon eine große Umstellung und erfordere einen höheren Arbeitsaufwand, heißt es von den Lüner Friseuren.

„Es läuft gut, wir haben uns schon daran gewöhnt“, erzählt Funda Gülec von Hair & Nailstyle Daya. „Aber abends haben wir länger offen wegen der speziellen Reinigung.“ „Soweit läuft es gut“, berichtet auch Dirk Twieling, „aber die Belastung ist schon höher. Wir brauchen jetzt ungefähr zehn bis 15 Minuten mehr pro Kunde, das verlagert sich dann auf die Randzeiten.“

„Müssen noch herumexperimentieren“

Dass die Vorbereitungen, unter veränderten Bedingungen öffnen zu können, so gut gelaufen sind, dafür ist er der Friseur-Innung sehr dankbar. Zum Beispiel konnte er per Sammelbestellung seine persönliche Schutzausrüstung über sie beziehen.

„Wir müssen noch herumexperimentieren, wie das alles so läuft“, berichtet Christiane Belz, die seit 25 Jahren im Geschäft ist. Die Stammkunden seien alle wieder da und haben sich schon Termine gesichert. Aber: „Die Zeit, die ungenutzt weg ist, ist weg. Die können wir nicht aufholen. Aber wir können uns sehr schnell auf neue Situationen einstellen. Wir sind ja gleichzeitig Künstler und Psychologen. Jetzt umso mehr, da wir die Mimik der Kunden unter den Masken nicht erkennen können.“

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