Das acht Meter hohe Lichtkunstobjekt soll Ende Mai auf dem Europaplatz aufgestellt werden. © Entwurf: Sonntag
Kultur

Funkelnde Kunst für Europaplatz in Lünen: Bürger können Namen vorschlagen

Funkelnden Lichterglanz aus Sonnenenergie bringt ein Kunstobjekt auf den Europaplatz. Ende Mai soll es aufgestellt werden. Bürger sind aufgerufen, der Stahlkunst einen Namen zu geben.

Ursprünglich sollte das vom Förderverein für Kunst und Kultur und der Europa Union Lünen initiierte Kunstobjekt auf dem Europlatz schon zur Europawoche Anfang Mai aufgestellt werden. Doch Corona hat auch hier für Verzögerungen gesorgt. Jetzt wird die über acht Meter Höhe Schlaufe mit Lichtern, die auch am Tag wie Sterne funkeln, wohl erst Ende Mai fertig sein.

Sternenfunkeln auch am Tag: Die Energie bekommt das Lichtkunstwerk von der Sonne.
Sternenfunkeln auch am Tag: Die Energie bekommt das Lichtkunstwerk von der Sonne. © Entwurf: Sonntag © Entwurf: Sonntag

Das Werk von Jan-Peter E.R. Sonntag aus Berlin, das als Sieger aus einem Wettbewerb mit drei weiteren Künstlern hervorging, wird von Lüner Firmen hergestellt. Die Firma Stahlbau Berkenkamp und die Firma Vollmer GmbH, Spezialist für Korrosionsschutz, werden die Arbeiten übernehmen. Herbert Hamann, Mitglied im Vorstand des Fördervereins für Kunst und Kultur sowie sachkundiger Bürger der Wählergemeinschaft Gemeinsam Für Lünen (GFL), berichtete in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Europa und Städtepartnerschaften am Dienstag (4.5.) über den aktuellen Stand. Zurzeit stehen noch abschließende Statikberechnungen an.

Kunstobjekt hat nur einen Arbeitstitel

Das 50.000 Euro teure Objekt wird aus Fördermitteln, Sponsorengeldern sowie Eigenmitteln der Initiatoren finanziert. Das Lichtkunstobjekt sieht aus wie eine sich aufschwingende Schlaufe, die einen Durchmesser von vier Metern hat. Zufallsgesteuerte Lichtkörper wirken wie Sterne. Jedes der zwölf Lichtsysteme ist technisch autonom, wie es die Staaten Europas sind.

Bisher hat der Künstler seinem Werk bewusst nur den Arbeitstitel „Europaschlaufe“ gegeben. Laut Wettbewerbsvorgabe sollte er ein Objekt für den Europaplatz entwickeln, das den europäischen Gedanken darstellt und nachhaltig ist. Der Förderverein für Kunst und Kultur ruft Bürgerinnen und Bürger auf, einen Namen zu suchen. Wer sich beteiligen möchte, kann seinen Vorschlag bis zum 10. Mai 2021 per E-Mail einreichen: info@kunst-und-kultur-luenen.de. Der Künstler Jan-Peter E.R. Sonntag und der Förderverein werden dann einen Namen auswählen.

Von Leuchtkreis, Flözen und Videos

Neben Sonntag hatten sich drei weitere Künstler an dem Wettbewerb beteiligt. Ursula Molitor und Vladimir Kuzmin aus Köln wollten einen mit Farbe und Licht konstruierten Kreis, der bis zu dreieinhalb Meter hoch sein sollte, auf dem Platz installieren.

Anny und Sibel Özturk aus Offenbach schlugen Markierungen in Form von Bergbauflözen auf dem Boden vor. An einer Laterne sollten Interviews mit Lüner Bürgern aus europäischen und nicht-europäischen Ländern zu hören sein.

Ein weiterer Vorschlag kam aus Lünen: Die Künstler Simone Prothmann und Siegfried Krüger wollten mit einem Beamer künstlerische Videos, etwa von tanzenden Figuren, auf den Platz projizieren. Das gefiel der Jury und soll zeitweise an anderer Stelle in Lünen umgesetzt werden.

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