Gammel-Kiosk am Brambauer Volkspark verschwindet

Eigentümerwechsel

Die Tage des seit Jahren vor sich hingammelnden Kiosks an der Brechtener Straße in Brambauer sind gezählt: Die Eigentümer haben das Grundstück verkauft an ein Bestattungsunternehmen aus Dortmund. Was auf dem 400 Quadratmeter großen Gelände entstehen soll, steht zumindest für das Unternehmen bereits fest.

BRAMBAUER

, 01.10.2017, 06:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kiosk an der Brechtener Straße gammelt seit Jahren vor sich hin. Jetzt hat das Grundstück samt Gebäude den Eigentümer gewechselt. Es gibt Pläne für eine neue Nutzung.

Der Kiosk an der Brechtener Straße gammelt seit Jahren vor sich hin. Jetzt hat das Grundstück samt Gebäude den Eigentümer gewechselt. Es gibt Pläne für eine neue Nutzung.

Die Eigentümerfamilie Schulze Niehoff, Inhaber von Niehoff Edelbrände & Liköre (Dülmen), hat das Gebäude samt Grundstück an das Dortmunder Bestattungsunternehmen Hibbeln verkauft. Das erklärte Andreas Dahlke, Chef des gleichnamigen Brambauer Gartencenters und Sachkundiger Bürger der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion.

Dahlke hatte in den vergangenen Wochen mehrfach mit der Familie Schulze Niehoff über die Zukunft des Kiosks gesprochen. Wie der Unternehmer und Kommunalpolitiker weiter sagte, will Hibbeln auf dem 400 Quadratmeter großen Grundstück eine Begegnungsstätte für Trauernde und Ausstellungsräume bauen. Die Stadt habe dem Vorhaben bereits Zustimmung signalisiert, es hapere noch an Kleinigkeiten.

Stadt Lünen liegt noch kein Bauantrag vor

Dazu erklärte die Stadt, ihr liege noch kein Bauantrag, sondern lediglich eine informelle Voranfrage vor. „Diese wurde von den zuständigen Stellen in unserem Hause geprüft. Der Investor beziehungsweise sein Architekt hat hierzu eine Rückmeldung erhalten, die weitere offene und noch zu klärende Fragen enthält“, hieß es bei der Stadt – und: „Zum Inhalt der Anfrage sowie der Rückmeldung können wir keine Angaben machen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.“ Dem Vernehmen nach geht es dabei unter anderem um die Parkplatzfrage. Die Geschäftsführung der Bestattungen Hibbeln GmbH machte auf Nachfrage keine Angaben zu dem Vorhaben.

Eigentümer-Familie antwortete nicht auf Anfragen

Der verwahrloste Kiosk ist vielen Einwohnern von Lünens größtem Stadtteil seit Jahren ein Dorn im Auge. Immer wieder wurde darüber im Markttreff im Bürgerhaus heftig diskutiert. Für den Abriss des Schandflecks hatten sich in den vergangenen Monaten die Geschäftsführung der Klinik am Park, Michael Ristovitch, Chef der Brami-Gemeinschaft, und Klaus Stallmann, Vorsitzender von Haus & Grund, stark gemacht.

Unabhängig voneinander hatten sie sich schriftlich an die Eigentümerfamilie des Kiosk mit der Bitte um eine Lösung des Problems gewandt. Eine Antwort erhielten sie nicht. Auch gegenüber unserer Redaktion hüllte sich die Familie Schulze Niehoff in Schweigen.

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