Gerry Weber ist insolvent: Das geschieht mit der Lüner Filiale

Einzelhandel

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der Modekonzern Gerry Weber insolvent ist. Im Zuge des Verfahrens werden 146 Filialen, unter anderem die in Schwerte geschlossen. Und Lünen?

von Kristina Gerstenmaier

Lünen

, 16.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerry Weber ist insolvent: Das geschieht mit der Lüner Filiale

Die Gerry-Weber-Filiale an der Langen Straße ist nicht von den Schließungen im Zuge des Insolvenzverfahrens betroffen. © Kristina Gerstenmaier

Damenmode für den gehobenen Bedarf im gehobenen Preissegment: das ist in Gerry-Weber-Filialen zu bekommen. Seit der Firmengründung konnten Gerhard Weber und Udo Hardieck von Halle (Westfalen) aus weltweit mehrere tausend Filialen und Konzessionsflächen aufbauen.

Seit Anfang des Jahres ist nun bekannt: Das Unternehmen ist insolvent. Im April startete das Verfahren und im Juni wurde bekannt, dass im Zuge der Insolvenz 146 Geschäfte in Deutschland, unter anderem das in Schwerte, bis zum 30. November schließen müssen. Wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilt, ist die Filiale in der Langen Straße in Lünen davon nicht betroffen - sie soll bestehen bleiben.

Gläubigerversammlung entscheidet über Plan

Am Mittwoch, 18. September, entscheidet eine Gläubigerversammlung in Bielefeld über den Insolvenzplan. Die Gläubiger sollen über die finanzielle Sanierung des Modeherstellers abstimmen. „Die bereits 2018 eingeleitete operative Sanierung und Neuausrichtung von Gerry Weber wird weiterhin mit Hochdruck betrieben“, heißt es in einer Pressemitteilung vom 23. August. Ziel sei es, das Insolvenzverfahren spätestens zum Jahresende 2019 zu beenden. Dazu, ob später weitere Filialen, zum Beispiel die in Lünen, von einer Schließung betroffen sein könnte, wurde sich von Unternehmensseite nicht geäußert.

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