Geschlossen wegen Corona: Restaurant-Familie Allegro bangt um Zukunft

Gastronomie

Kein Mittagstisch, kein Bier am Abend: Das Restaurant Allegro hat wegen der Corona-Krise geschlossen. Wie geht es mit dem mehr als 40 Jahre alten Familienbetrieb nun weiter?

Brambauer

, 04.04.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Juniorchef Björn Allegro (l.) und Angestellte Bettina Beck stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Juniorchef Björn Allegro (l.) und Angestellte Bettina Beck stehen vor einer ungewissen Zukunft. © Blandowski

Es geht um die Existenz und an die Substanz: Aufgrund der Corona-Krise ist auch das Brambauer Traditionsrestaurant Allegro, ein Familienunternehmen seit mehr als vierzig Jahren, vorerst geschlossen.

„Das ist für uns schon ein herber Schlag ins Kontor. Ich plane erstmal mit einer Auszeit von drei bis vier Wochen. Sollte es doch länger dauern, sind wir bald in den Sommerferien“, sagt Juniorchef Björn Allegro. „Das sind für mich als Unternehmer auch keine rosigen Zeiten. Sollte es so kommen, kann ich unser bewährtes Format an Mittag- und Abendessen sicherlich nicht mehr aufrechterhalten.“

Heruntergefahrene Rollläden, Stühle auf den Tischen, ein verwaister Tresen: So sieht es derzeit im Restaurant aus. „Meine nicht verbrauchten Lebensmittel habe ich an meine Angestellten verschenkt. Alle anderen Produkte mit einer langen Verweildauer habe ich im Kühl- oder Gefrierschrank gebunkert. Sozusagen für die Wiedereröffnung nach Corona“, hofft der Diplombetriebswirt noch auf eine kurze Auszeit seines Unternehmens.

19 Mitarbeiter, aufgeteilt in neun Festangestellte und zehn geringfügig Beschäftigte, sind von der Schließung betroffen. „Sollte sich an dem derzeitigen Stand nichts ändern, habe ich große Existenzängste“, sagte die fest angestellte Bettina Beck. Allegro hat für sie und die acht anderen Kurzarbeitergeld angemeldet.

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