Von zwei Drehleitern aus löschten die Feuerwehrleute den Brand. © Günther Goldstein
Brandeinsatz

Großbrand bei Schulze Wethmar: Wehr kämpft um ältesten Hof der Region

Es ist einer der bekanntesten, ältesten und schönsten Höfe der ganzen Region: der Lüner Biolandhof Schulze Wethmar auf der Grenze zu Werne. Am Sonntagabend wütete dort ein Feuer.

Mehr als 70 Feuerwehrleute aus der ganzen Stadt hatten am späten Sonntagnachmittag nur ein Ziel: den idyllisch zwischen Wald und Lippeaue gelegenen Biolandhof Schulze Wethmar – die älteste Hofstelle der ganzen Region. Bereits vor mehr als 900 Jahren war sie erstmals erwähnt worden in einer Urkunde. Jetzt steht ihr Name im Einsatzbericht der Feuerwehr. „Kaminbrand“ heißt es da. Als die Feuerwehrleute gegen 17.30 Uhr vor Ort eintreffen, sehen sie aber schnell, dass das eine Untertreibung ist.

Zimmer brannte in voller Ausdehnung

„Ein Zimmer brannte in voller Ausdehnung“, sagt Stadtsprecher Benedikt Spangardt. Da es sich bei dem betroffenen Gebäude um ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1820 handelt, sind die Einsatzkräfte in Sorge – nicht nur wegen des Lochs im Dach: da, wo der Kamin einst war. Hölzerne Zwischendecken bergen das Risiko, dass sich die Flammen schnell weiterfressen im gesamten Objekt.

Biomarkt ist auch im Gebäude untergebracht

Viele Menschen der Region kennen den Hof – von Fahrradtouren, Spaziergängen und auch von Einkäufen. Denn in dem Gebäude ist auch der hofeigene Bioladen untergebracht. Zurzeit stehen die Menschen täglich Schlange, um frischen Spargel zu kaufen.

Zwei Drehleitern sind im Einsatz. Sowohl die der Lüner Berufsfeuerwehr als auch die der Brambauer Wehr. Wasser, Wasser, Wasser – die Feuerwehrleute geben alles, um die Flammen zu löschen. Dazu fallen immer wieder Gewitterschauer, wenn nicht gerade plötzlicher Sonnenschein die Szenerie unwirklich erleuchtet.

Flammen schlagen nicht in den Abendhimmel, und von Weitem sind auch keine dunklen Wolken auszumachen. Die Feuerwehrleute beruhigt das aber gar nicht. Die Gefahr scheint umso größer je schwerer die Brandherde auszumachen sind.

Bewohner blieben unverletzt

Das einzig Gute, das schon schnell feststeht: Niemand der Bewohner – drei Generationen der Familie Schulze Wethmar – ist zu Schaden gekommen. Auch keine Tiere, die in den Ställen nebenan untergebracht sind.

Von zwei Drehleitern aus haben die Feuerwehrleute gelöscht. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Die Löscharbeiten werden nach den Angaben, die der Stadtsprecher gegen 19.45 Uhr machte, wohl noch bis in den späten Abend dauern. Je nachdem, ob sich noch Glutnester finden, vielleicht auch noch länger. „Ich Kann immerhin sagen, dass es inzwischen nicht mehr schlimmer wird“, sagt Spangardt mit einem Leichten Aufatmen. Zum Schaden – sowohl durch Feuer als auch durch Löschwasser – kann am Abend noch niemand etwas sagen.

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Löscharbeiten auf dem Hof Schulze Wethmar

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