Happy-End für ein junges Feuerwehr-Paar aus Wethmar und Österreich

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Die Begeisterung für die Feuerwehr bescherte einer jungen Lünerin die große Liebe. Weil der Löschzug Wethmar seit 33 Jahren eine enge Freundschaft mit Kollegen aus Oberösterreich pflegt.

Wethmar, Lünen

, 24.08.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon in der Oberstufe am Gymnasium Altlünen begann für Sina Becke eine Geschichte, die zu ihrem persönlichen Happy-End in der Alpenrepublik werden sollte. „Weil mein Praktikum 2008 bei der Lüner Feuerwache mein Interesse für die Feuerwehr weckte und Rainer Ashoff (der heutige Lüner Feuerwehrchef, Anm.d.Red.) damals Löschzugführer in Wethmar war, meinte er, ich könne ja einfach mach vorbeischauen“, erinnert sich die heute 30-Jährige.

Abordnungen aus Österreich kommen zu besonderen Terminen

Das tat Sina Becke auch und trat als freiwillige Feuerwehrfrau in den Löschzug ein. Die Wethmarer Feuerwehr ist seit inzwischen 33 Jahren mit den Feuerwehren in Kaltenberg und Silberberg in Oberösterreich befreundet.

„Es gibt regelmäßig Besuche und wenn besondere Termine sind, kommen Abordnungen aus Lünen nach Österreich und umgekehrt“, so die Lünerin.

So war es auch am 14. August 2015, als das neue Feuerwehrhaus in Wethmar eingeweiht wurde. Thomas Fragner ist Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Silberberg und reiste mit Kollegen nach Wethmar.

„Da haben wir uns kennengelernt und uns war relativ schnell klar, dass wir uns wiedersehen wollen“, so Sina Becke. Leider liegen aber 856 Kilometer zwischen Wethmar und Silberberg.

Ein Jahr lang führten die Lünerin und der Silberberger eine Fernbeziehung. Sina Becke ist Hebamme und arbeitete im St.-Marien-Hospital. „Da hatte ich Schichtdienst und deshalb immer zwei Wochenenden frei. Meistens bin ich dann ein Wochenende nach Österreich geflogen und am zweiten freien kam Thomas nach Lünen.“

Im Krankenhaus in Linz eine Stelle bekommen

Nach einem Jahr war beiden klar - es muss etwas passieren. Auf Dauer ist die Entfernung zu groß. Also schauten Sina Becke und Thomas Fragner jeweils in Lünen und Silberberg, ob sie einen neuen Job finden würden und wie die Aussichten sind.

Da der heute 27-Jährige noch einen landwirtschaftlichen Betrieb in Silberberg übernehmen sollte und die Bedingungen für Hebammen in Österreich derzeit besser sind als in Deutschland, war bald klar - das junge Paar wird in Silberberg zusammen ziehen.

Happy-End für ein junges Feuerwehr-Paar aus Wethmar und Österreich

Sina und Thomas Fragner-Becke in den österreichischen Bergen. © Fragner-Becke

„Ich hab dann in einem Krankenhaus in Linz eine Stelle bekommen“, so Sina Becke.

Die Lünerin fühlt sich in ihrer Wahlheimat wohl: „Ich bin gut aufgenommen worden.“ Durch ihren Mann lernte sie schnell viele der 620 Bewohner von Kaltenberg kennen.

Freunde und Verwandte kamen zur Hochzeit nach Österreich

Im Februar 2018 wurde dann Sohn Elias geboren. Und der Kleine war auch ganz bewusst der einzige „Gast“ bei der standesamtlichen Trauung seiner Eltern am 17. Juni in Oberösterreich. Seitdem heißen die Beiden mit Nachnamen Fragner-Becke.

Groß gefeiert wurde dann zwei Monate später, am 17. August, bei der kirchlichen Trauung in Silberberg. Und da waren natürlich auch alle Freunde und Verwandten aus Lünen mit dabei.

Happy-End für ein junges Feuerwehr-Paar aus Wethmar und Österreich

Das glückliche Brautpaar Sina und Thomas Fragner-Becke mit Familie und Freunden von den Löschzügen aus Wethmar und Silberberg nach der kirchlichen Trauung in Österreich. © Löschzug Wethmar

In Kaltenberg ist Sina Fragner-Becke übrigens nicht in der Feuerwehr. „Mein Mann ist ja der Kommandant, da kann ich auch immer mit, wenn ich will.“ Außerdem verlangt Söhnchen Elias Aufmerksamkeit und bald beginnt die junge Hebamme auch wieder zu arbeiten.

„Für mich ist auch Wethmar weiter mein Löschzug. Einer meiner Kameraden meinte, er hätte nicht gedacht, dass wir uns so oft wiedersehen. Lünen ist meine Geburtsstadt und wird auch immer meine Heimat bleiben.“

Wenn´s klappt, ist die kleine Familie einmal im Monat in Lünen. Darüber freuen sich auch Sina Fragner-Beckes Eltern, Schwester und Großeltern. „Meine Eltern und auch Schwester und Schwager in spe sind auch oft bei uns im Urlaub oder über ein verlängertes Wochenende hier.“ Und im September wird wieder in Lünen gefeiert - dann heiratet ihr Cousin.

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