Jury zeichnet Verein DoDogs für die Arbeit mit Wohnungslosen und ihren Tieren aus

Heinrich-Bußmann-Preis

Es war ein hartes Ringen und eine lange Diskussion: Am Ende entschied sich die Jury des Heinrich-Bußmann-Preises für den neuen Preisträger, der sich für Tiere und Menschen einsetzt.

Lünen

, 12.07.2019, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jury zeichnet Verein DoDogs für die Arbeit mit Wohnungslosen und ihren Tieren aus

Tierärztin Dr. Barbara Seibert mit zwei Praxishunden. Mit ihrer Kollegin hat sie den Verein "DoDogs" gegründet, der nun 2020 den Heinrich-Bußmann-Preis bekommt. © Beate Rottgardt

Dieser Anruf war für Tierärztin Dr. Barbara Seibert eine Überraschung: Dr. Dieter Wiefelspütz war am anderen Ende der Leitung und hatte eine gute Nachricht für sie.

Der Vorsitzende der Jury für den Heinrich-Bußmann-Preis informierte Barbara Seibert darüber, dass der Verein „DoDogs“ im kommenden Jahr den renommierten Preis erhalten wird.

Die Lüner Tierärztin hatte den Verein zusammen mit einer Kollegin gegründet. Ziel ist es, Tiere von Wohnungslosen kostenlos zu versorgen, wenn sie krank oder verletzt sind.

Verein gegen viele Widerstände gegründet

Gegründet wurde der Verein im Jahr 2009. „Mit meiner Freundin und Kollegin, der Tierärztin Friederike Weichenhan aus dem Sauerland hab ich gegen heftige Widerstände von allen Seiten das Projekt auf die Beine gestellt“, so Barbara Seibert in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten.

  • Seit 1996 verliehen

    Benannt nach Widerstandskämpfer

  • Der Heinrich-Bußmann-Preis der Lüner SPD ist nach dem Lüner Widerstandskämpfer Heinrich Bußmann benannt, der im KZ Dachau starb.
  • Der Preis wird seit 1996 alle zwei Jahre verliehen. Unter den bisherigen Preisträgern waren der Arbeitskreis Flüchtlinge, der Verein Dach über dem Kopf, Arzt Dr. Samir Kazkaz (für seine Einsätze in Gaza), Schulleiter Jürgen Ortlepp und Roswitha Limbrock (Ambulanter Kinderhospizdienst).

Sie weiß aus vielen Gesprächen, wie wichtig Tiere für Wohnungslose sind: „Aufgrund zahlreicher negativer Erfahrungen mit ihren Mitmenschen gibt ihnen die Beziehung zum Tier das Gefühl, akzeptiert und geliebt zu werden. Manche Menschen finden auch mit Hilfe ihres Tieres zurück in die Gesellschaft.“

Der mit 500 Euro dotierte Preis wird am Montag, 27. Januar 2020, während einer Feierstunde im St. Georg-Gemeindezentrum überreicht.

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