Herbst mit starken Filmen: Lüner Kinobetreiber hofft auf Trendwende

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Mächtig gelitten hat die Lüner Cineworld unter der Corona-Pandemie - mit dem Anlauf des Films „Tenet“ könnte sich das Blatt wenden. Die Hoffnungen ruhen aber auch auf anderen Filmen.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 30.08.2020, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Wochen ohne erfolgsversprechende neue Filme in den Kinos lief am vergangenen Donnerstag der Blockbuster-Kandidat „Tenet“ an - sehr zur Freude von Lutz Nennmann, der gemeinsam mit Meinolf Thies die Lüner Cineworld betreibt. „Der Film hat ja eine große mediale Aufmerksamkeit bekommen und auch die Resonanz unter denjenigen, die den Film bei uns schon gesehen haben, war sehr positiv“, freute er sich.

Ob der Film aber die Hoffnungen, die die Kino-Betreiber in ihn setzen, tatsächlich erfüllen kann, bleibt abzuwarten. „Wir sind sehr gespannt, wie es jetzt am Wochenende läuft - dann wird es interessant“, so Nennmann. Rückschlüsse aus den Vorverkaufszahlen ließen sich nicht wirklich ziehen: Nennmann und seine Mitstreiter stellten fest, dass seit der Corona-Pandemie kaum jemand seine Plätze im Vorfeld reserviert und die Leute sich eher spontan zum Kinogang entscheiden.

Fünf Filme laufen an

Doch auch wenn „Tenet“ trotz Star-Besetzung mit Christopher Nolan nicht den erhofften Erfolg bringen sollte, sieht Nennmann Grund für Optimismus - denn in nächster Zeit starten einige weitere erfolgsversprechende Filme. Bereits in der kommenden Woche ist die „After Passion“-Fortsetzung „After Truth“ zu sehen - die Romanze wird auch im Rahmen einer Lady‘s Night gezeigt, für die laut Nennmann schon ein zweiter Saal gebucht ist.

Eine Woche später läuft der X-Men-Film „New Mutants“ an. Gleich drei Hoffnungsträger kommen dann Anfang Oktober in die Kinos: der Kinderfilm „Jim Knopf und die wilde 13“, außerdem „Gott, du kannst ein Arsch sein!“ mit Til Schweiger und der Superhelden-Film „Wonder Woman 1984“.

Für Nennmann ein starkes Programm, das er mit Hoffnungen verbindet. „Ich würde sagen, eine Trendwende zeichnet sich ab. Wir sind verhalten optimistisch. Mit etwas Glück sind wir im Laufe des Herbstes kostendeckend unterwegs“, so seine Einschätzung. Hinzukommt, dass wohl das Wetter nicht mehr allzu gut sein dürfte wie noch vor ein paar Wochen: „Das war natürlich desaströs für uns als Kino. Wenn es jetzt im Oktober nicht 30 Tage lang 30 Grad gibt, dann könnte es ganz gut laufen - vorausgesetzt natürlich, es gibt keine neuen Corona-Einschränkungen wegen steigender Infizierten-Zahlen.“

Großbannerfläche wird vermietet

Zusätzliches Geld können die Kino-Betreiber durch die Vermietung der Großbannerfläche an der Parkhausauffahrt einplanen. Weil Filmverleiher die Fläche zuletzt kaum nutzten, vermietet das Kino den Banner nun an externe Werbekunden. Auf der Kino-Leinwand wird es aber weiterhin keine Werbung geben: „Das ist ja unser Alleinstellungsmerkmal. Das ist eigentlich unantastbar“, so Nennmann.

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