Herz-Jesu-Kirche in Lünen wird für zwei Millionen Euro renoviert

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Die Herz-Jesu-Kirche in der City soll für die Zukunft fit gemacht werden. Das Erzbistum Paderborn finanziert den größten Teil der Renovierungsmaßnahme. Mit den Außenarbeiten geht es los.

Lünen

, 17.07.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Herz-Jesu-Kirche in der Lüner City wird in mehreren Bauabschnitten von Grund auf renoviert - von außen und von innen. Der Startschuss ist in diesen Tagen gefallen, im Sommer 2021 könnte das Millionenprojekt abgeschlossen sein. Das erklärte Dr. Thomas Roddey, Leitender Pfarrer des Pastoralverbunds Lünen und Vorsitzender des Kirchenvorstands Herz Jesu Lünen-Mitte am Donnerstag (16. Juli) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Gesamtkosten der Renovierung liegen bei knapp zwei Millionen Euro. Davon muss die Kirchengemeinde 470.000 Euro durch Rücklagen und Spenden selbst aufbringen. Das Erzbistum Paderborn unterstützt die Maßnahme mit einem Zuschuss von über 1,5 Millionen Euro.

„Lange überfällige Renovierung“

„Die schon lange überfällige Renovierung der Herz-Jesu-Kirche hat begonnen, nachdem das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn nach einem sehr langem Genehmigungsprozess grünes Licht gegeben hat“, sagte Roddey.

Wer genauer hingeschaut habe, konnte in den vergangenen Jahren schon die vielen Risse im Außenputz, Baumwuchs aus den Fenstersimsen und viele Zerstörungen in den Kirchenfenstern entdecken.

„Jetzt hat die aufwendige Außen- und Innenrenovierung endlich begonnen“, sagte Roddey: „Wir hatten uns seinerzeit entschlossen, auf kleinere Reparaturen zu verzichten, um es dann richtig zu machen - in den letzten zehn Jahren ist nur wenig Geld in die Kirche gesteckt worden.“

„Kirche kommt besondere Bedeutung zu“

Die Kirche werde deshalb so kostenintensiv renoviert, weil ihr als zentrale Kirche im Pastoralen Raum Lünen eine besondere Bedeutung zukomme, betonte Thomas Roddey: „Die Kirchengemeinde hofft auf großzügige Spenden, um weiterhin liquide zu bleiben.“

Zum Vorgehen erklärte er, dass zunächst Gräben rund um die Kirche gegraben werden müssten, damit Rohre für das Regenwasser vom Kirchendach gelegt werden können: „Wohin genau in den letzten Jahren das Wasser geflossen ist, konnte nicht mehr genau nachvollzogen werden. Als die Kirche vor ca. 120 Jahren gebaut wurde, flossen rings um die Kirche noch Bäche. Nun werden Entwässerungsrohre gelegt, die in das Abwassersystem der Holtgrevenstraße führen werden.“

Ölkessel raus, Gasheizung rein

In einem weiteren Schritt soll der alte Heizkessel und der Öltank ausgebaut werden. Die Kirche erhält einen Gasanschluss und eine energieeffiziente Gasheizung.

Für Passanten bereits zu sehen: Die Nordseite der Kirche ist schon größtenteils von außen eingerüstet. Von hier aus werden die Putz- und Malerarbeiten vorgenommen. Das Gerüst wird im Laufe der nächsten Monate einmal um die Kirche wandern.

Am Ende des ersten Bauabschnitts werden dann die Außenanlagen rund um die Kirche erneuert. Roddey geht davon aus, dass Ende des Jahres die Außenarbeiten erledigt sind.

Gottesdienste fallen aus

Danach soll das Innere der Kirche renoviert werden. Die Kirche wird deshalb im kommenden Jahr für drei bis vier Monate ausgeräumt und eingerüstet. „In dieser Phase wird die Kirche geschlossen. Die Gottesdienste werden in dieser Zeit in der St. Josephs-Kirche in der Geist stattfinden“, sagte Thomas Roddey. Wann genau das sein wird, sei im Moment noch nicht zu sagen. Vielleicht von Februar bis Mai. Im Sommer soll die Renovierung jedenfalls abgeschlossen sein.

Die aufwendigste Arbeit, sagte Roddey, sei die Restaurierung der Kirchenfenster. Jedes Fenster werde in mühevoller Arbeit vorsichtig ausgebaut, in Einzelteile zerlegt, gereinigt und defekte Stellen ausgebessert. Die vielen Ausbrüche im Putz würden ausgebessert und die Kirche von innen neu ausgemalt. Kirchenbänke und Fußboden werden überholt, Heiligenfiguren und Altarbilder gereinigt. Außerdem wird eine neue Beleuchtung installiert.

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