Hitze-Wochenende: Nachmittage im Freibad Cappenberger See schon ausgebucht

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Mit heißen Temperaturen gehen die Sommerferien in den Endspurt. Wer sich im Freibad Cappenberger See am Wochenende in Lünen abkühlen will, muss früh sein: Nachmittags ist nichts mehr zu haben.

Lünen

, 07.08.2020, 10:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Abtauchen ist in Corona-Zeiten in Lünen nicht einfach. Zu festgelegten Zeiten dürfen jeweils 300 Besucher ins Cappenberger Freibad. Am Wochenende sind die Nachmittagstermine (Stand 7.8., 9.30 Uhr) vergeben. Obwohl es heiß wird, lockert die Bädergesellschaft ihre Regeln nicht.

Am Horstmarer See verhindert ein Bauzaun den Sprung ins kühle Nass. Bis auf Weiteres soll das auch so bleiben. Die Situation werde wöchentlich geprüft. Der Leiter des Stabs für Außergewöhnliche Ereignisse, Uwe Quitter, hatte das Vorgehen Anfang Juli damit begründet, dass die Gefahr durch Corona noch nicht vorbei sei: „Wir wollen mit dem Badeverbot verhindern, dass Lünen zu einem weiteren Corona-Hotspot wird.“

Auch die Bädergesellschaft bleibt als Betreiberin des Freibads angesichts steigender Infektionszahlen bei ihren getroffenen Maßnahmen, zumindest „so lange seitens der Landesregierung keine weiteren Lockerungen verkündet werden“, erklärte Sprecherin Jasmin Teuteberg auf Anfrage. 2653 Gäste hat das Unternehmen (Stand 6.8., 14.45 Uhr) seit der Öffnung am 26. Juni gezählt. Bis zum 29. Juli waren es 1004. Gerade an den vergangenen warmen Tagen kamen mehr Besucher. Und es soll bis Mitte kommenden Woche weiter heiß bleiben.

Schwimmen nur im Kreis

Im Freibad dürfen sich die Gäste nur drei Stunden wochentags aufhalten, zu drei verschiedenen Zeiten. Am Wochenende können sie viereinhalb Stunden bleiben. Und auch sonst ist den Besuchern vieles vorgeschrieben. Sie können nicht schwimmen wie und wo sie wollen. Im großen Becken gibt es drei getrennte Bereiche, in denen Schwimmer mit unterschiedlichem Tempo ihre Runden drehen. Rutsche, Wasserspielgarten und Beach-Volleyballfeld sind abgesperrt. Wer baden möchte, muss sich online anmelden. Er kann das Ticket über das Internet (https://www.baeder-luenen.de/) oder bar bezahlen.

Lüner halten sich an die Regeln

Nach Erfahrungen der Bad-Mitarbeiter halten sich die Lüner an die Regeln. Es käme vor, dass sich Gäste untereinander daran erinnerten, berichtet Jasmin Teuteberg. Da die Bädergesellschaft keine Erhebung durchführe, könne kein objektives Stimmungsbild gegeben werden. Vereinzelt habe es aber auch kritische Stimmen zu gesperrten Badebereichen gegeben. Bisher hätten noch keine Besucher aufgrund ausgebuchter Zeiten abgewiesen werden müssen.

Über den Zaun am Horstmarer See hätten sich einige Anrufer bei der Stadt beschwert. In den Sozialen Netze würden ihn Bürger vor dem Hintergrund einer zweiten Welle aber auch begrüßen, so ein Sprecher der Stadt Lünen.

Ein Verstoß gegen das Badeverbot sei bisher gemeldet worden. Die Ordnungskräfte setzten in erster Linie auf den Dialog. Ein Bußgeld wurde noch nicht verhängt.

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