Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Es geht wieder los. Internet ist nicht der beste Berater

hzMeinung am Mittwoch

November ist Erkältungszeit. Bakterien und Viren freuen sich schon auf unser angegriffenes Immunsystem. Dass die Apotheke um die Ecke dabei hilfreich ist, findet Gastautorin Kira Engel.

von Kira Engel

Lünen

, 20.11.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kein Termin und keine Besprechung, zu denen ich in diesen Tagen komme, wo nicht schon eine Rotznase, ein kratzender Hals oder ein Unruhe schaffender Husten auf mich wartet.

November ist Erkältungszeit. Wenn es draußen immer kälter und nasser wird, drinnen die Heizungen laufen und wir ständig dazwischen hin und her wechseln, freuen sich Bakterien und Viren schon auf uns und unser angegriffenes Immunsystem.

Beratung in der Apotheke um die Ecke

In solchen Fällen bietet mir die Apotheke um die Ecke erste Hilfe. Hilft noch etwas Vorbeugendes oder doch lieber schon etwas gegen die Symptome? Muss es die volle chemische Bandbreite sein oder gibt es auch was Pflanzliches? Und wann wäre ein Arztbesuch doch ratsam?

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Es geht wieder los. Internet ist nicht der beste Berater

Gastautorin Kira Engel. © Quiring-Lategahn

Gastautorin Kira Engel ist Pfarrerin der Eveangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen

Ich lasse mich gerne in Apotheken beraten und schätze den direkten Kontakt und das persönliche Gespräch. Ja, natürlich habe ich auch schlechte Erfahrungen gemacht. Habe lange gewartet oder bin an einen kurz angebundenen Apotheker geraten, der wenig Sinn für meine Nachfragen hatte.

Zum Glück ist das die Ausnahme. Und es ist doch ganz menschlich, dass auch Apothekerinnen und Pharmazeuten mal einen schlechten Tag haben oder schlicht diese eine spezifische Fachfrage nicht aus dem Ärmel schütteln können. So ist das eben bei uns Menschen – keiner von uns ist perfekt und funktioniert immer hundertprozentig reibungslos.

Zweifel an der Alternative im Internet

Ob die Medikamenten-Bestellung im Internet darum die bessere Alternative ist? Ich bezweifle das. Und freue mich lieber über Erfolge, wie den aus Wethmar, wo es vor einiger Zeit gelang, eine geschlossene Apotheke wiederzueröffnen. Erst nach der Schließung damals wurde den Menschen vor Ort bewusst, wie – im wahrsten Sinne des Wortes – lebenswichtig eine Apotheke in der Nähe ist.

Während man sich mit Lebensmitteln oder anderen Dingen des täglichen Bedarfs auf Vorrat eindecken kann, ist das bei Medikamenten oft nicht möglich. Apotheker vor Ort können sich nach der Krankheitsgeschichte oder Allergien erkundigen und dazu passende Ratschläge geben. Eine Online-Bestellung hilft mir dabei nicht weiter.

Und falls mal selbst der Weg „um die Ecke“ zu weit sein sollten, bieten viele alteingesessene Apotheken einen Lieferservice innerhalb von Stunden an. Mit diesem Paket im Rücken bin ich für die anstehende Erkältungszeit gut gewappnet und wünsche Ihnen darum nicht nur gute Besserung, sondern im Fall der Fälle auch eine kompetente und hilfsbereite Apotheke vor Ort.

An dieser Stelle schreiben jeden Mittwoch im Wechsel unsere Gastautoren. Es sind:
  • Kira Engel, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen
  • Maren Feldmann, Geschäftsführerin Küchen Schmidt
  • Marie Hirschberg, Studentin, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen
  • Heinz Werner Kleine, Chemielaborant und Kunstsammler
  • Björn Schreiter, Architekt
  • Kevin Tigges, Studienreferendar und Akteur bei der „Abgedreht! Filmcrew“
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