Im Prozess um Supermarkt-Überfälle soll es Geständnisse geben

Auch K+K in Horstmar

Eine Serie von Raubüberfällen auf Supermärkte in Lünen, Dortmund und Bergkamen beschäftigt das Landgericht. Die Angeklagten wollen sich erst später zu den Vorwürfen äußern.

Lünen

, 03.03.2019, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der K+K-Markt an der Preußenstraße in Horstmar wurde am 25. Oktober 2017 überfallen. Laut Staatsanwaltschaft geht der Überfall auf das Konto der Angeklagten.

Der K+K-Markt an der Preußenstraße in Horstmar wurde am 25. Oktober 2017 überfallen. Laut Staatsanwaltschaft geht der Überfall auf das Konto der Angeklagten. © Peter Fiedler

Wie es heißt, sind die 50 und 22 Jahre alten Angeklagten zu weitgehenden Geständnissen bereit. Was genau sie dem Gericht zu sagen haben, wollen sie aber erst Mitte März bekanntgeben.

Der Auftakt der Raubserie ereignete sich am 22. September 2017 in Bergkamen. Maskiert und mit Gaspistolen bewaffnet stürmten damals zwei Männer in den Verkaufsraum und zwangen eine Angestellte dazu, den Kasseninhalt von mehr als 4400 Euro herauszugeben. Ein dritter Mann soll bei der Tat vor der Tür Schmiere gestanden haben.

Kundin attackiert Täter

Keine zwei Wochen später geriet derselbe Supermarkt erneut ins Visier der Räuber. Dabei kam es zu einer dramatischen und gefährlichen Situation. Eine Kundin, die während des Überfalls an einer der Kassen anstand, attackierte einen der Täter mit ihrer Handtasche und sorgte damit dafür, dass der Mann zumindest einen Teil der Beute fallenließ. Die Polizei zeigte sich im Anschluss aber nur wenig erfreut über den Mut der Zeugin. Denn allzu leicht hätte diese Courage auch zu Schlimmerem führen können.

Im Oktober 2017 kam es schließlich noch zu zwei weiteren Raubüberfällen – erst auf einen Supermarkt in Lanstrop, dann auf ein Lebensmittelgeschäft an der Preußenstraße in Lünen. Insgesamt sollen die Angeklagten mehrere Tausend Euro erbeutet haben.

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