Innenstadt-Entwicklung: Kaufleute wollen künftig mitentscheiden können

City-Ring

Die Mitglieder des City-Rings wollen mehr Einfluss auf die Entwicklung der Innenstadt nehmen. Vorsitzender Helmut von Bohlen kritisiert in dem Zusammenhang den Masterplan Einzelhandel.

Lünen

, 07.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Innenstadt-Entwicklung: Kaufleute wollen künftig mitentscheiden können

Die Kaufleute wollen mehr Einfluss auf die Gestaltung der Innenstadt von Lünen nehmen. © Neubauer (A)

Die Mitglieder des City-Rings Lünen fordern künftig mehr Mitbestimmungsrecht, wenn es um die Innenstadt geht: „Wir wollen nicht mehr einfach nur gefragt werden“, sagte City-Ring-Vorsitzender Helmut von Bohlen auf der Jahreshauptversammlung. „Wir wollen mit entscheiden können.“

Natürlich sei ihm klar, dass am Ende der Stadtrat den Weg für die Entwicklung vorgibt, so von Bohlen im Gespräch mit unserer Redaktion. „Aber es gibt für die Innenstadt viele Projekte, zu denen wir angehört werden. Am Ende kommen die Entscheidungsempfehlungen für den Rat aber nicht von den Kaufleuten, sondern ausschließlich von den Projektleitern.“

Und in diesen Empfehlungen scheinen die Belange der Innenstadt-Geschäftsleute nicht ausreichend berücksichtigt. „Wir vertreten aktuell 86 Geschäfte und Betriebe. Folglich sollten unsere Wünsche nicht bloß zur Kenntnis genommen werden“, so der Vorsitzende.

Als konkretes Beispiel nennt er den Masterplan Einzelhandel: „Da wurden wir natürlich zu eingeladen und haben unsere Meinungen geäußert.“ Doch bei der Formulierung der abschließenden Vorschläge spielten die Kaufleute keine Rolle mehr. „Es hat doch eine andere Qualität, wenn wir auf die Ergebnisse Einfluss nehmen können, anstatt ein Resultat zu erhalten, hinter dem wir nicht stehen.“

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