Jugendarbeit in Lünen: Freizeiten der Stadt-Insel noch in der Schwebe

hzCoronavirus

Gruppenstunden oder Sommerlager stehen normalerweise an: Die Jugendgruppe Wethmar hat wegen Corona jedoch Veranstaltungen bis August abgesagt. Die Stadt-Insel hofft noch auf Sommerfreizeiten.

Lünen

, 04.05.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zunächst wurden bei der Jugendgruppe Wethmar wegen der Corona-Krise die wöchentlichen Gruppenstunden gestrichen. Nun steht fest: Auch die beliebte „Tour de Wethmar“, das Pfingstlager und das Sommerlager müssen 2020 ausfallen. Insgesamt hat die Jugendgruppe alle Veranstaltungen bis zum 31. August abgesagt.

Ähnliches gilt auch für die Gruppentreffen und weiteren Aktionen in der Stadt-Insel der Evangelischen Jugend Lünen. Veranstaltungen wie der Kreiskirchliche Jugendtag oder „Rock im Garten“ wurden aus dem Juni in den September verschoben oder ganz abgesagt.

Hoffnung auf die Sommerfreizeiten bleibt

Für die Kinder- und Jugendfreizeiten im Juli und August mit Zielen wie Mecklenburg-Vorpommern oder Kroatien haben die Verantwortlichen aber noch Hoffnung: „Im Moment gehen wir davon aus, dass diese Fahrten stattfinden“, sagt Dirk Berger, Gemeindepädagoge. Denn die Reisewarnungen würden momentan noch nicht den Zeitraum der Fahrten betreffen.

Das Einzige, was man momentan tun könne, sei abwarten, denn: „Da gibt es ja immer auch eine finanzielle Seite, die man beachten muss“, sagt Berger.

So bekommt die Gemeinde das Geld nur dann wieder, wenn es eine offizielle Reisewarnung gibt, die Fahrt also von offizieller Seite aus nicht stattfinden darf. Sagt die Gemeinde die Freizeiten eigenhändig ab, bleibt sie - und damit auch die angemeldeten Teilnehmer - auf den Kosten sitzen.

Warten auf klare Regelungen

Doch auch wenn die Fahrten stattfinden dürfen, gäbe es einige Dinge abzuwägen. Die Freizeit mit dem Ziel Mecklenburg-Vorpommern sei mit 15 Anmeldungen voraussichtlich das kleinere Problem.

Sorgen macht Berger die Jugendfreizeit nach Kroatien. Der Bus ist mit über 30 Teilnehmern voll besetzt. „Da müssen wir schauen: Wollen die uns überhaupt? Und müssen die Teilnehmer dann in Quarantäne, wenn sie zurückkommen?“

Letzteres sei vor allem deshalb problematisch, weil bereits kurz nach der geplanten Rückkehr das neue Schuljahr beginnt. Auch aus diesem Grund heißt es: Abwarten, bis sich die Politik dazu äußert.

Noch mehr Absagen wären eine Katastrophe

Bei allen sonstigen Veranstaltungen der Stadt-Insel, die vom Zusammentreffen leben, sieht es schwieriger aus. Zwar versuchen die Ehrenamtlichen über Videos und Angebote auf der Internetseite der Stadt-Insel weiter mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. „Sollten noch mehr Veranstaltungen und Fahrten abgesagt werden, wäre das eine Riesen Katastrophe“, sagt Berger. Abgesehen von den finanziellen Auswirkungen hätten die Menschen mittlerweile einfach das Bedürfnis, sich mal wieder auszutauschen - man könne nämlich auch nicht alles über Videokonferenzen regeln.

Lesen Sie jetzt