Jugendpfarrer: Lüner Kinder zaubern mit Regenbogen Hoffnungzeichen

hzOster-Gottesdienst

In immer mehr Fenstern kann man sie entdecken - Regenbögen. Auf Scheiben gemalt oder als Bild. Zeichen der Hoffnung. Ostern spielen sie in einem Gottesdienst für Kinder eine wichtige Rolle.

Lünen

, 12.04.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Richard Zastrow ist Jugendpfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Lünen. Auch als dreifacher Vater weiß er, wie wichtig es gerade in dieser schwierigen Zeit ist, nicht die Hoffnung zu verlieren.

Schon lange ist der Regenbogen ein solches Zeichen der Hoffnung. Eine Kita aus Werne, die nach dem Regenbogen benannt ist, hat damit begonnen, die Familien aufzufordern, Regenbögen als Bilder auf die Fenterscheiben zu malen. Oder Bilder von Regenbögen in die Fenster zu kleben.

Regenbogen-Bilder in den Fenstern

Diese Idee, ursprünglich aus Italien, verbreitete sich schnell über die sozialen Medien. Und so sieht man auch in Lünen immer öfter Regenbogen-Bilder in Fenstern. „Oft mit dem Zusatz „alles wird gut“ und den Namen der Kinder, die das Bild gemalt haben“, so Zastrow.

Auch seine beiden älteren Kinder (3 und 6 Jahre alt) haben schon Regebogen-Bilder gemalt. Der Jüngste ist erst vor ein paar Monaten geboren, also noch zu klein fürs Malen.

Ein Regenbogenbild hängt in Lünen im Fenster.

Ein Regenbogenbild hängt in Lünen im Fenster. © Zastrow

Zastrow fand die Idee mit dem Regenbogen als Hoffnungszeichen so gut, dass er sie auch für einen besonderen Oster-Gottesdienst aufgenommen hat. Einen Gottesdienst, der vor allem (aber nicht nur) für die Familien der Kinder gedacht ist, die die drei evangelischen Kitas in der Kirchengemeinde Lünen besuchen. Natürlich kann es kein normaler Familien-Gottesdienst sein in diesen Tagen, sondern einer, der auf der Homepage der Gemeinde gepostet wird. Denn wegen der Kontaktsperre sind die Kirchen geschlossen.

Osterei als Symbol für neues Leben

Damit die Familien von dem Gottesdienst erfahren, werden die Kita-Leitungen die Info über den Gottesdienst an die Eltern weiter vermitteln.

Das Thema des Gottesdienstes lautet „Was hat der Regenbogen mit dem Osterei zu tun?“ Das Osterei ist schon seit den Anfängen der Christenheit das Symbol für Auferstehung und neues Leben. „Weil unter der Schale neues Leben heranwächst. Und irgendwann die Schale aufbricht und das Küken schlüpft“, erklärt Zastrow.

Früher sollten in der Fastenzeit keine Eier gegessen werden. Damit die Eier dennoch haltbar blieben, wurden sie gekocht. Zastrow: „Und um sie dann von den rohen zu unterscheiden, wurden sie bunt gefärbt.“

Um diese Symbole geht es in dem Online-Familien-Gottesdienst: Ei, Regenbogen und Kreuz.

Um diese Symbole geht es in dem Online-Familien-Gottesdienst: Ei, Regenbogen und Kreuz. © Zastrow

Diese Zusammenhänge wird der evangelische Pfarrer kindgerecht im Familiengottesdienst erklären. Und auch, was das Kreuz mit Ostern zu tun hat.

Außerdem finden die Familien Links zu Liedern auf der Homepage und ein Ausmalbild - natürlich mit einem Regenbogen.

Zastrow regt außerdem an, dass die Familien zuhause Ostereier mit Regenbögen bemalen. „Beim Osterspaziergang sollen diese Eier dann in die Büsche bei den Kindergärten gehängt werden.“ Natürlich mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand zu anderen Familien. Als Zeichen der Hoffnung.

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